Zeremonie in Oslo EU-Trio nimmt Friedensnobelpreis entgegen

Die Spitzen der drei EU-Institutionen vertreten die Europäische Union bei der Verleihung des Friedensnobelpreises: José Manuel Barroso, Herman Van Rompuy und Martin Schulz werden an der Zeremonie am 10. Dezember in Oslo teilnehmen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

EU-Parlamentspräsident Schulz: "Repräsentant der Bürgerinnen und Bürger"
AFP

EU-Parlamentspräsident Schulz: "Repräsentant der Bürgerinnen und Bürger"


Brüssel/Oslo - Der Streit über die Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember in Oslo ist beigelegt: Die Spitzen der drei EU-Institutionen - Kommission, Parlament und Rat - werden die Auszeichnung für die Europäische Union gemeinsam entgegennehmen. Das sind EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der Präsident des Rates, Herman Van Rompuy, sowie Europaparlamentspräsident Martin Schulz.

Dies bestätigte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel: "Alle drei Präsidenten werden der Zeremonie beiwohnen." Damit erfüllt die Kommission eine Forderung von SPD-Chef Gabriel, der sich für eine Teilnahme seines Parteifreundes Schulz starkgemacht hatte. "Martin Schulz ist der Repräsentant der Bürgerinnen und Bürger Europas", hatte Gabriel seinen Vorschlag begründet, der auch von Vertretern der FDP unterstützt wurde.

Unmittelbar nach Bekanntgabe der Preisverleihung an die EU am vergangenen Freitag hatte die Kommission noch erklärt, lediglich Barroso und Van Rompuy nach Oslo schicken zu wollen. Später waren aus der EU-Kommission auch Vorschläge gekommen, ausgewählte Bürger aus allen 27 EU-Ländern zur Verleihung nach Norwegen reisen zu lassen.

Eine endgültige Entscheidung darüber, was mit dem Preisgeld in Höhe von rund 930.000 Euro passieren soll, steht noch aus. Aus Reihen der EU-Kommission heißt es, dass der Betrag wahrscheinlich an eine Wohltätigkeitsorganisation weitergereicht werde.

syd/dpa



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hardliner1 17.10.2012
1. Der wichtige Herr Schulz
Zitat von sysopAFPDie Spitzen der drei EU-Institutionen vertreten die Europäische Union bei der Verleihung des Friedensnobelpreises: José Manuel Barroso, Herman Van Rompuy, und Martin Schulz werden an der Zeremonie am 10. Dezember in Oslo teilnehmen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. http://www.spiegel.de/politik/ausland/barroso-van-rompuy-und-schulz-nehmen-nobelpreis-in-oslo-entgegen-a-861873.html
Mein Gott, dann kommt sich der einfältige Herr Schulz noch wichtiger vor. Dabei sitzt er doch nur einem Parlament vor, das von der Kommission und dem Rat nicht für voll genommen wird. Oder täusche ich mich?
hxk 17.10.2012
2. Dick und Doof?
Zitat von sysopAFPDie Spitzen der drei EU-Institutionen vertreten die Europäische Union bei der Verleihung des Friedensnobelpreises: José Manuel Barroso, Herman Van Rompuy, und Martin Schulz werden an der Zeremonie am 10. Dezember in Oslo teilnehmen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. http://www.spiegel.de/politik/ausland/barroso-van-rompuy-und-schulz-nehmen-nobelpreis-in-oslo-entgegen-a-861873.html
Wer gemeint hat, dass Politikern nix peinlich und oder Heilig ist wird durch unsere drei EUdSSR-Stooges (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_drei_Stooges) bestätigt. Schon der Friedensnobelpreis an Obama war peinlich, der hier ist nur noch lächerlich. Zw. 1945 und 1990 herrschte in Westeuropa Frieden weil alle die Russen mehr fürchteten, als sie einander hassten.
meistro 17.10.2012
3.
Da dürfte die Kohle ja schnell auf den Kopf geballert sein.
20099 17.10.2012
4. optional
"Martin Schulz ist der Repräsentant der Bürgerinnen und Bürger Europas!" - Nö, nach dem derzeitigen EU-Wahlrecht ist das EU-Parlament demokratisch so wenig legitimiert wie die "DDR"-Volkskammer!
hxk 17.10.2012
5. EU-Parlament
Zitat von hardliner1Mein Gott, dann kommt sich der einfältige Herr Schulz noch wichtiger vor. Dabei sitzt er doch nur einem Parlament vor, das von der Kommission und dem Rat nicht für voll genommen wird. Oder täusche ich mich?
Schlimmer, er sitzt einem Parlament vor, dass eklatant gegen den wichtigsten Grundsatz der Demokratie verstösst: Jede Stimme zählt gleich viel! Nicht so in der EUdSSR, da sind wie beim großen Vorbild einige 'gleicher' (http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Parlament#Sitzverteilung_nach_L.C3.A4ndern). In Dtl. haben wir ein Verfassungsgericht, dass schon bei viel, viel geringeren Verzerrungen eingreift, nicht so in der EU.
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