Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

BBC-Studie: Globale Umfrage kürt Deutschland zu beliebtestem Staat

Russland und China sind die Verlierer - Deutschland der große Gewinner: Eine Studie der BBC zeigt, dass der Einfluss der Bundesrepublik weltweit am positivsten bewertet wird. Im vergangenen Jahr ist das Ansehen sogar noch gestiegen.

Touristen vor dem Reichstag in Berlin: Der deutsche Staat ist weltweit beliebt
DPA

Touristen vor dem Reichstag in Berlin: Der deutsche Staat ist weltweit beliebt

London - Deutschland hat Einfluss auf die Geschicke der Welt - und im Vergleich mit anderen Ländern ist die Bundesrepublik dabei der weltweit beliebteste Staat. Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie im Auftrag der britischen BBC.

Deutschland hatte bereits im vergangenen Jahr bei der Umfrage die Spitzenposition eingenommen. In diesem Jahr verbesserte sich die Bewertung aber noch weiter: 61 Prozent aller Befragten finden den Einfluss der Bundesrepublik in der Welt positiv. Im Vorjahr waren es 56 Prozent. 15 Prozent verbanden mit der Bundesrepublik eher negative Empfindungen.

Kanada folgt mit 57 Prozent Zustimmung auf dem zweiten Platz. Großbritannien ist Dritter (56 Prozent). In Frankreich, Italien und Spanien liegt die Zustimmung zu Deutschland sogar bei etwa 80 Prozent.

Unbeliebt bleiben dagegen die USA - auch nach der Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten. Nur 40 Prozent der Befragten beschrieben das Ansehen des Landes als positiv, 43 Prozent haben ein schlechtes Bild. Allerdings stieg der Positivwert der USA gleich in sechs der 21 teilnehmenden Länder. Außerdem konnten sich die USA im Vergleich zu ihren globalen Rivalen Russland und China deutlich verbessern.

Israel ist bei Deutschen äußerst unbeliebt

Beliebtes Deutschland: Der Einfluss der Staaten auf die Geschicke der Welt
SPIEGEL ONLINE

Beliebtes Deutschland: Der Einfluss der Staaten auf die Geschicke der Welt

Sie überholen damit zum ersten Mal seit dem Jahr 2005 Russland, dessen Reputation nach dem Georgien-Krieg im August 2008 und dem jüngsten Gasstreit mit der Ukraine gelitten hat. Nur knapp ein Drittel der Studienteilnehmer hat jetzt ein positives Bild von Russland, der Anteil negativer Wertungen stieg sprunghaft um acht Punkte auf 42 Prozent.

Damit dreht sich ein Trend der vergangenen Jahre um. China und Russland hatten in den Vorgängerstudien erkennbar Boden gegenüber den beliebtesten Staaten gut machen können, während der Ruf der USA immer miserabler wurde. "Je mehr sich Russland wie die Sowjetunion benimmt, desto weniger scheinen es die Menschen außerhalb seiner Grenzen zu mögen", sagte Doug Miller vom Umfrageinstitut GlobeScan, das die Umfrage für die BBC durchgeführt hat. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass China noch viel lernen muss, wenn es darum geht, die Herzen und Köpfe der Menschen für sich zu gewinnen." Die Olympischen Spiele seien nicht ausreichend gewesen, um die zunehmende Sorge aufzuwiegen, mit der viele Menschen auf China blickten. 40 Prozent fanden Chinas Einfluss negativ und nur 39 Prozent positiv.

Deutsche bewerten Russlands und Chinas Rolle in der Welt dabei besonders kritisch: Hier erreichen beide Staaten nur einen Positivwert von 12 beziehungsweise 11 Prozent. Am schlechtesten schnitten bei der Umfrage wie im Vorjahr Iran (17 Prozent positiv), Pakistan (17 Prozent), Nord-Korea (20 Prozent) und Israel (21 Prozent) ab. In Deutschland haben 65 Prozent den Eindruck, dass von Israel ein eher schlechter Einfluss ausgeht. Nur noch neun Prozent der Deutschen bewerten das Land positiv - weniger, als in allen anderen befragten Staaten der Europäischen Union. Noch ablehnender sind lediglich Ägypter und Japaner gegenüber dem israelischen Staat eingestellt.

Das Institut GlobeScan befragte für die Studie mehr als 13.000 Menschen in 21 Ländern.

beb

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: