Misslungene Integration Antwerpens Bürgermeister wirft Merkel "epochalen Fehler" vor

Bei der Integration muslimischer Jugendlicher hat Belgien versagt, sagt Bart De Wever, Bürgermeister von Antwerpen, im SPIEGEL-Gespräch. Angesichts dessen gehe die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel in die falsche Richtung.


Der Vorsitzende der Neu-Flämischen Allianz (N-VA), der stärksten politischen Kraft in Belgien, Bart De Wever, hat Versäumnisse bei der Integration muslimischer Jugendlicher in seinem Land eingeräumt. "Wir waren nicht in der Lage, ihnen eine flämische Version des amerikanischen Traums anzubieten", sagte De Wever dem SPIEGEL. "Das ist unser Problem." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 13/2016
Die gefährliche Rückkehr der Religionen

Vor dem Hintergrund der Integrationsprobleme vieler europäischer Staaten gehe die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel in die falsche Richtung, so der belgische Politiker, der auch Bürgermeister von Antwerpen ist. Die Politik der offenen Grenzen sei ein "epochaler Fehler".

Im Gespräch mit dem SPIEGEL, das vor den Anschlägen von Brüssel geführt wurde, kritisierte De Wever zudem den ineffizienten Staatsapparat Belgiens. Er sei "langsam, kompliziert, nicht effizient. Politiker in Belgien arbeiten oft wie Handwerker in alten Häusern: Es wird ohne Blaupause vor sich hingewerkelt." Auch die Europäische Union biete keine Lösung, so De Wever. "Europa entwickelt sich leider zu einem großen Belgien, anstatt Belgien zu einem kleinen Europa."

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - erhältlich ab Samstagmorgen und heute ab 21 Uhr im digitalen SPIEGEL.

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