Belgien Tödliche Schüsse in Lüttich - Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts

Die Ermittler vermuten einen terroristischen Hintergrund: In Lüttich hat ein Mann zwei Polizistinnen und einen Mann in einem Auto erschossen. Sicherheitskräfte töteten den Angreifer.

REUTERS

Nach einer tödlichen Schießerei in der belgischen Stadt Lüttich hat die Bundesstaatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Die Behörden gehen von einem terroristischen Hintergrund aus, sagte ein Sprecher. Nähere Informationen zu Täter oder Motiv nannte er aber nicht.

Der Täter habe zunächst zwei Polizistinnen von hinten mit einem Messer angriffen, eine Dienstwaffe entrissen und sie dann beide erschossen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dann habe er einen jungen Mann erschossen, der in einem geparkten Wagen gesessen habe. Schließlich sei der Täter in eine Schule geflüchtet, wo er eine Angestellte der Schule kurz als Geisel nahm. Als eine Spezialeinheit der Polizei anrückte, "verließ er das Gebäude eröffnete das Feuer auf die Beamten und verletzte einige von ihnen, bevor er erschossen wurde", sagte Staatsanwalt Philippe Dulieu.

Der belgische Innenminister Jan Jambon schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter, das nationale Krisenzentrum prüfe die Situation. Das Krisenzentrum erklärte, die Terrorwarnstufe im Land bleibe auf der zweitniedrigsten Stufe.

Belgien war in der Vergangenheit mehrfach das Ziel terroristischer Attacken. Bei der schwersten davon töteten islamistische Extremisten in Brüssel am 22. März 2016 in der Metro sowie am Flughafen 32 Menschen. Die Terrorwarnstufe wurde erst vor einiger Zeit wieder auf Stufe zwei herabgesetzt. Behörden, Medien und Bürger sind jedoch nach wie vor sensibilisiert. Die höchste Terrorstufe liegt bei vier.

mho/dpa/AFP/Reuters



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