Attentate von Paris Wohnungen in Belgien durchsucht - mehrere Festnahmen

In Brüssel hat es mehrere Festnahmen im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris gegeben. Das bestätigte der Justizminister. Ein Kfz-Kennzeichen führte die Ermittler offenbar auf die Spur.

Polizeieinsatz in Brüssel: Mehrere Festnahmen in Molenbeek
AFP

Polizeieinsatz in Brüssel: Mehrere Festnahmen in Molenbeek


Die Polizei in Brüssel hat nach Angaben des Justizministers Koen Geens mehrere Personen im Zusammengang mit den Attentaten in Paris festgenommen. Der Politiker sagte dem belgischen TV-Sender VRT, dass die Festnahmen im Zusammenhang mit einem Auto mit belgischem Kennzeichen stünden, das am Freitag in der Nähe der Bataclan-Konzerthalle in Paris gesehen worden war.

Laut Geens habe es sich dabei um einen Mietwagen gehandelt. Die Polizei habe daraufhin mehrere Durchsuchungen in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek durchgeführt, um den Mieter des Autos ausfindig zu machen. Die Nachrichtenagentur Belga berichtete, dass dabei schwer bewaffnete Polizisten beteiligt waren.

Am Samstag hatten die französischen Ermittler erklärt, dass sie nicht ausschließen könnten, dass noch Attentäter auf der Flucht seien. Zudem ist auch noch ungeklärt, ob die Angreifer Komplizen hatten. Bei den Anschlägen in Paris waren mindestens 128 Menschen getötet worden. Zudem gibt es rund 250 Verletzte, Dutzende von ihnen schweben in Lebensgefahr. Augenzeugen hatten von einem Auto mit belgischem Kennzeichen berichtet, das mit den Taten in Verbindung stehen könnte.

Auch auf den Londoner Flughafen Gatwick hatte es am Samstag eine Festnahme gegeben. Dabei hatte es sich laut britischer Polizei um einen Franzosen gehandelt, der eine Schusswaffe bei sich führte. Zuvor hatte die Polizei einen Terminal des Flughafens nach dem Fund eines verdächtigen Gepäckstücks geräumt.

Angesichts der Attentate bekam auch eine Festnahme in Bayern eine neue Bedeutung: Am 5. November war bei einer Personenkontrolle an der A8 ein Verdächtiger festgenommen worden. In seinem Auto hatte die Polizei mehrere Waffen gefunden. Nach Angaben der Ermittler handelte es sich dabei um Kalaschnikow-Gewehre, Pistolen, Revolver, Handgranaten und Sprengstoff. Es besteht der Verdacht, dass der 51-Jährige womöglich auf dem Weg nach Frankreich war. Die deutschen Ermittler nahmen Kontakt mit den französischen auf.

Videozusammenfassung: Terror in Paris

bka/Reuters/AP



Forum - Diskussion über diesen Artikel
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fatherted98 14.11.2015
1. hmm...
...wenn sich bestaetigt, dass einer der toten Terroristen ein Syrer war...und herauskommt das er mit der Fluchtlingswelle nach Europa gekommen ist...wird Frau Merkel den Angehoerigen der Opfer einiges zu erklaeren haben....naja...wird wohl auf wohlgemeinte Worte und den ueblichen bedauerlichen Einzelfall herauslaufen.
iffelsine 14.11.2015
2. Die Bayern sind bei den Franzosen gegen die Wand gefahren
mit ihrem Waffentransporteur. Ein Rechtshilfeersuchen ? Äh, dafür dass die bayrische Polizei einen möglichen Unterstützer präsentieren wollte ? So kann das nichts werden. Zumindest ist jetzt die These bewiesen, dass mit den Flüchtlingen aus Syrien über Griechenland Terroristen in die EU kommen. Frau Merkel muss nachdenken !
JKStiller 14.11.2015
3. In den Banlieus von Paris
bis Marseille lebt eine Armee von jungen, frustrierten und radikalisierten Männern aus dem Maghreb. In den Betonsiedlungen gibt es alles an Waffen von Sturmgewehr über Handgranate bis zur Panzerfaust. Hollande täte gut daran, die Situation nicht eskalieren zu lassen. Die führenden muslimischen Geistlichen gehören nach Paris einbestellt. Sie sind jetzt die, welche Zeichen des Friedens setzen müssen. Dasselbe gilt für alle anderen europäische Staaten. Das Versteckspiel ist seit gestern vorbei. Imame und muslimische Gemeinden sind jetzt europaweit in der Bringschuld. Ansonsten kommt eine schlimme Zeit bis zum Polizeistaat auf uns zu.
stefan.albrecht@virgilio. 14.11.2015
4. Guter Anfang
So funktionierts. Jetzt feststellen, inwieweit die Festgenommenen in die Anschläge verwickelt waren, sie vor Gericht mit ihren Schandtaten und dem Leben der Opfer konfrontieren, ihnen zeigen, was sie angerichtet haben und sie gegebenenfalls für immer dort hinbringen, wo sie im Fall des Falles hingehören: In die geschlossene Abteilung der Psychiatrie, wo sie ihre paranoid schizophren psychopatischen Fantasien behandeln lassen können. Ich wünsche ihnen, dass sie alt genug werden, um lange nachdenken zu können, so wie ich es übrigens auch den Waffenhändlern wünsche, die mit dem Blut Unschuldiger ihre Taschen mit Geld füllen.
philopapos, 14.11.2015
5. Sollte es sich herausstellen, dass einer der Attentäter...
.. über die scheunenweit offene Grenze als "Syrer" über Deutschland nach Paris gekommen war, dann überlebt das Frau Merkel politisch nicht, denn sie hätte das Massaker mit zu verantworten. Und: Wie würde sie es für sich selbst moralisch verkraften können? Aber wahrscheinlich steckt sie das auch weg, wie alles andere.
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