US-Republikaner Ben Carson wird wohl aus Präsidentschaftsrennen aussteigen

"Ich sehe keinen politischen Weg nach vorne": Der US-Republikaner Ben Carson hat beim Super Tuesday erneut schlecht abgeschnitten. Am Freitag wird mit seinem offiziellen Rückzug gerechnet.

Ben Carson
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Der frühere Neurochirurg Ben Carson sieht für sich keine Zukunft mehr als Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner. Nach den Vorwahlen am Dienstag sagte er: "Angesichts der Ergebnisse des Super Tuesday sehe ich keinen politischen Weg nach vorne."

Er habe entschieden, nicht an der Fernsehdebatte der Bewerber in seiner Heimatstadt Detroit teilzunehmen, teilte Carson mit. Obwohl er nicht ausdrücklich seinen Rückzug verkündete, ließ er damit durchblicken, dass er als Bewerber ausscheide. Er kündigte für Freitag eine ausführlichere Erklärung an.

An der Spitze des republikanischen Bewerberfeldes liegt der populistische Immobilienmilliardär Donald Trump, der am Super Tuesday in sieben von elf Bundesstaaten gewann. Carson kam jeweils nur auf den vorletzten oder letzten Platz.

Der 64-Jährige war als einer von 17 Bewerbern im Feld der Republikaner gestartet. Zwischen September und Dezember hatte der konservativ-religiöse Carson in den Umfragen noch auf Platz zwei hinter Trump gelegen. Vor allem bei evangelikalen Christen konnte er mit viel Unterstützung rechnen. Er stürzte in Umfragen steil ab, nachdem große Lücken vor allem bei seiner außenpolitischen Kompetenz aufgetreten waren.

Sollte Carson offiziell aussteigen, wären im Rennen der Republikaner neben Trump noch drei Kandidaten: Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich. Zuletzt hatte sich Jeb Bush offiziell zurückgezogen.

US-Vorwahlen

sun/AFP/dpa

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