US-Präsidentschaftsbewerber Carson vergleicht Flüchtlinge mit "tollwütigen Hunden"

US-Präsidentschaftsbewerber Ben Carson hat syrische Flüchtlinge mit "tollwütigen Hunden" verglichen. Ihnen die Einreise in die USA zu erlauben, sei ein Risiko.

US-Präsidentschaftsbewerber Ben Carson: "Verrückte Hunde"
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US-Präsidentschaftsbewerber Ben Carson: "Verrückte Hunde"


Das Feld der republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber ist groß, der Kampf um die Aufmerksamkeit erbittert. Donald Trump macht regelmäßig Schlagzeilen mit verbalen Ausfällen - und sein Konkurrent Ben Carson will ihm offenbar nicht nachstehen.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Alabama zog Carson einen Vergleich, der umgehend für Empörung sorgte. Als er auf syrische Flüchtlinge zu sprechen kam, die in die USA wollen, sagte er: "Wenn ein tollwütiger Hund in Ihrer Nachbarschaft streunt, denken Sie womöglich auch nichts Gutes über den Hund."

"Aus dem gleichen Grund brauchen wir Kontrollmechanismen, die uns erlauben, die verrückten Hunde zu erkennen." Es war eine Kritik an Präsident Barack Obama, der 10.000 syrische Flüchtlinge im Jahr aufnehmen möchte.

Carson ist nicht der einzige Republikaner, der gegen Obamas Flüchtlingspolitik wettert. Am Donnerstag beschloss das US-Repräsentantenhaus mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit verschärfte Sicherheitskontrollen für syrische Flüchtlinge. Obamas Plan, Flüchtlinge aufzunehmen, könnte damit hinfällig sein, wenn die Republikaner auch im Senat eine Zwei-Drittel-Mehrheit erreichen.

kbl/Reuters

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