Mailand - Alles sei vollkommen legal gewesen - und eigentlich sei auf seinen Partys ohnehin so gut wie nichts passiert. Der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat vor Gericht alle Vorwürfe in dem Prostitutionsprozess gegen ihn zurückgewiesen. Bei dem Verfahren in Mailand geht es um ausschweifende Partys in seiner Villa in Arcore in der Nähe der italienischen Metropole.
Dem 76-Jährigen wird vorgeworfen, im Jahr 2010 mit der zur Tatzeit minderjährigen Nachtclub-Tänzerin Karima el Mahrough alias Ruby Rubacuori Sex gehabt zu haben. Später soll der Regierungschef sein Amt missbraucht haben, um die wegen Diebstahls festgenommene Marokkanerin freizubekommen.
Alles nicht wahr, sagt der "Cavaliere": "Ich hatte niemals irgendein intimes Verhältnis mit ihr", so Berlusconi vor Gericht. "Ich war mir sicher, dass sie 24 (Jahre alt) war, wie sie selbst sagte." Er könne "mit absoluter Sicherheit ausschließen", dass es bei den Partys "Szenen sexueller Art" gegeben habe. Zu den Feiern, die unter dem Begriff "Bunga Bunga" bekannt wurden, werde viel "fantasiert".
Immer wieder wird in Italien über ein mögliches Comeback des Skandalpolitikers spekuliert. Im Juli war gemeldet worden, dass er bei den für April 2013 geplanten Parlamentswahlen als Kandidat der Partei Volk der Freiheit (PDL) antreten könnte.
jok/AFP/dpa
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