US-Präsidentschaftswahl Linken-Ikone Sanders soll erneute Kandidatur planen

Versucht Bernie Sanders noch einmal, US-Präsident zu werden? Wie das Magazin "Politico" meldet, hat der linke Senator bereits ein Bewerbungsvideo aufgenommen und sucht Mitarbeiter für seine Kampagne.

Bernie Sanders
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Die Anzeichen für eine Kandidatur von US-Senator Bernie Sanders bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 mehren sich. Sanders habe bereits ein Video mit einer entsprechenden Ankündigung aufgenommen, berichtet das Magazin "Politico" unter Berufung auf zwei Eingeweihte. Es sei jedoch noch unklar, wann und ob überhaupt das Video veröffentlicht wird.

Einem weiteren "Politico"-Bericht zufolge führt Sanders' Team bereits Bewerbungsgespräche mit möglichen Mitarbeitern einer neuen Kampagne. Man sei auch im Kontakt mit einer Filmfirma, die ein erfolgreiches Werbevideo für Alexandria Ocasio-Cortez produzierte, die Nachwuchshoffnung der US-Demokraten.

Sanders ist parteilos, stimmt im Senat aber mit den Demokraten. Der 77-Jährige vertritt den Bundesstaat Vermont. Der bei vielen jungen Wählern beliebte Politiker war im Kandidatenrennen der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2016 der früheren Außenministerin Hillary Clinton unterlegen. Viele seiner Anhänger sind überzeugt, dass der linke Politiker den Amtsinhaber Donald Trump bei der Wahl besiegt hätte.

Allerdings gibt es in der Partei auch kritische Stimmen die bezweifeln, dass die Demokraten wirklich mit einem weißen Mann Ende 70 bei der nächsten Präsidentschaftswahl antreten sollten. Zur kommenden Präsidentschaftswahl bringen sich bei den Demokraten viele jüngere und weibliche Kandidaten in Stellung, darunter die Senatorinnen Kamala Harris, Elizabeth Warren, Amy Klobuchar und Kirsten Gillibrand. Auch der ehemalige Vizepräsident Joe Biden gilt als möglicher Trump-Herausforderer.

dab/AFP

insgesamt 43 Beiträge
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sven2016 17.02.2019
1. Sanders wäre ein interessanter
Vizepräsident. Als Kandidat eigentlich wünschenswert, aber mit dann 79 doch zu alt. Wenn die Demokraten niemand Jüngeres und ohne den üblichen Wall-Street-Hintergrund finden können, wird das wieder schwierig. Sanders und Biden - jeder 30-40 Jahre jünger ... aber wenn Trump ausfällt, sieht das bei den Suprematists auch öde aus.
Romulus 17.02.2019
2. Bin mal gespannt
mit welchen Tricks man ihn diesmal daran hindern wird, Präsident zu werden. Ein vom Volk unterstützter Präsident, der unabhängig agieren kann? Das geht doch nicht!
rockwater 17.02.2019
3. Ein toller Typ
So einen Linken hat die SPD natürlich nicht zu bieten.
seppfett 17.02.2019
4. Linker?
Unser Verhältnis zu den politischen Richtungen ist komplett verzerrt. Sanders ist kein Linker nur weil er anders Politik machen würde als Trump. Eine Krankenversicherung für Alle ist nicht links.
GustavN 17.02.2019
5.
Vielleicht hieven die Demokraten dieses Mal ja nicht den unfähigsten Kandidaten in die Präsidentenwahl und geben Leuten wie Sanders ein Chance. Hoffentlich bewahrt man uns vor vier weiteren Jahren mit, dem an der Grenze zum Schwachsinns wandelnden, Trump.
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