Nahostkonflikt Beschuss aus Gazastreifen - Israel antwortet mit Luftangriffen

Die Lage im Gazastreifen ist angespannt: Nach Beschuss durch die radikalislamische Hamas hat Israel Ziele in der palästinensischen Mittelmeerenklave angegriffen - darunter auch Tunnel nach Israel.

Israelische Kampfjets
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Israelische Kampfjets


Es sind die schwersten Angriffe seit dem Gazakonflikt 2014: Am Wochenende und in der Nacht hat die israelische Luftwaffe nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen Ziele in dem Küstengebiet angegriffen.

In der Nacht zu Montag habe es sich um eine "Untergrundeinrichtung" im Süden gehandelt, teilte die israelische Armee mit. Israel hat in der Vergangenheit mehrfach Tunnel der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas nach Israel zerstört.

Bereits in der Nacht zum Sonntag hatte Israel als Reaktion auf einen Bombenanschlag im Grenzgebiet auf israelische Soldaten 18 Einrichtungen der Hamas angegriffen. Es soll sich dabei unter anderem um eine Waffenfabrik, Trainingslager und einen Tunnel gehandelt haben.

Tote und Verletzte

Bei dem Angriff waren zwei palästinensische Jugendliche getötet worden. Bei dem vorausgegangenen Bombenanschlag waren vier israelische Soldaten verletzt worden, davon zwei schwer. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte, die Bombe sei an einer Fahne befestigt gewesen.

Nachdem US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember Jerusalem einseitig als Israels Hauptstadt anerkannt hatte, war es zu Unruhen in den Palästinensergebieten gekommen. Die Lage hat sich aber trotz der jüngsten Angriffe wieder deutlich beruhigt.

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Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 den Ostteil Jerusalems erobert und beansprucht nun die ganze Stadt für sich. Die verfeindeten Palästinensergruppen im Westjordanland und im Gazastreifen sind sich darin einig, dass sie Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines eigenen Staates beanspruchen.

dop/dpa



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