Bestechungsvorwurf Berlusconi muss wieder vor Gericht

Silvio Berlusconi hat neuen Ärger mit der Justiz. Ein zunächst ausgesetzter Strafprozess gegen den italienischen Ministerpräsidenten wird nun doch fortgesetzt. Ihm wird vorgeworfen, Richter bestochen zu haben.


Silvio Berlusconi: Angespanntes Verhältnis zur Justiz
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Silvio Berlusconi: Angespanntes Verhältnis zur Justiz

Rom - Der Strafprozess in Mailand werde am 16. April wieder aufgenommen, bestätigte Kammerpräsident Francesco Castellano. Das Verfahren war im Juni nach der Verabschiedung eines umstrittenen Immunitätsgesetzes im italienischen Parlament unterbrochen worden. Das Verfassungsgericht hat das Gesetz inzwischen für ungültig erklärt.

Die Staatsanwälte werfen Berlusconi vor, er habe bei einem Rechtsstreit im Zuge einer wirtschaftlichen Übernahme in den 80er Jahren Richter bestochen. Der Unternehmer Berlusconi war damals noch nicht in der Politik.

Berlusconi hatte die Mailänder Staatsanwälte und Richter erst kürzlich beschimpft. Sie nutzten die Justiz als politisches Kampfmittel gegen ihn. Indirekt verglich er dabei die Justiz mit dem Faschismus. In den vergangenen Jahren hatte es ein halbes Dutzend Prozesse gegen ihn gegeben.



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