Nach Aussage über Lewinsky-Affäre "War nicht mein hellster Moment"

In der Affäre mit Monica Lewinsky würde er heute auf Vorwürfe wieder so reagieren wie 1999. Das sagte Ex-Präsident Bill Clinton in einem Gespräch über die #MeToo-Debatte. Nun nimmt er die Aussage zurück.

Bill Clinton
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Bill Clinton hat eingeräumt, dass er in einem Fernsehinterview über die Affäre mit Monica Lewinsky offensichtlich die falschen Worte gewählt habe. "Das war nicht mein hellster Moment. Ich war danach sauer auf mich - nicht das erste Mal", sagte der amerikanische Ex-Präsident in der Sendung von US-Talkmaster Stephen Colbert.

Einige Tage zuvor hatte Clinton mit Blick auf die #MeToo-Debatte erklärt, sich gegen die Anschuldigungen in der berühmten Affäre mit der damaligen Praktikantin heutzutage genauso zu verteidigen wie 1999. Zwar begrüße er die #MeToo-Bewegung, die mit Vorwürfen wegen sexueller Übergriffe gegen Filmproduzent Harvey Weinstein begann, grundsätzlich. Dennoch habe er immer noch "einige Fragen über manche der getroffenen Entscheidungen", sagte Clinton. Er wurde dabei aber nicht konkreter.

In dem Gespräch mit dem US-Talkmaster sagte Clinton nun weiter, die Geschehnisse vor 20 Jahren seien immer noch sehr schmerzvoll für ihn. "Ich muss mit den Konsequenzen jeden Tag leben."

Die Affäre mit Lewinsky hatte Clinton seinerzeit an den Rand der Amtsenthebung als US-Präsident gebracht: Zunächst leugnete er das Verhältnis unter Eid, erst als die Beweise erdrückend wurden, gab er die Affäre zu.

Clinton und Lewinsky (Aufnahme aus 1996)
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Clinton und Lewinsky (Aufnahme aus 1996)

Der Demokrat musste sich einem von den Republikanern initiierten Amtsenthebungsverfahren stellen. Der Senat sprach ihn von den Vorwürfen des Meineids und der Behinderung der Justiz frei, Clinton blieb im Amt. Clinton war von 1993 bis 2001 Präsident der USA.

Lewinsky wiederum hatte vor ein paar Monaten berichtet, dass die Affäre mit Clinton sie heute noch belaste. Durch das Bekenntnis so vieler Frauen, Opfer männlicher Gewalt und Dominanz geworden zu sein, könne sie nun offener reflektieren, was sie damals erlebt habe, schrieb die heute 44-Jährige in einem Gastbeitrag für "Vanity Fair". Sie arbeitet inzwischen als Psychologin für Opfer von Cyber-Mobbing.

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mho/AP



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