Ex-Premier Blair hält späteren Euro-Beitritt Großbritanniens für denkbar

Großbritannien und der Euro - das passt nicht zusammen? Vielleicht doch, sagt Ex-Premier Tony Blair. Wenn die Schuldenkrise gelöst sei, dann habe Großbritannien "eine sehr interessante Wahl zu treffen".

Tony Blair im BBC-Interview: Gedankenspiele eines "elder statesman"
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Tony Blair im BBC-Interview: Gedankenspiele eines "elder statesman"


London - Das Pfund ist ein Heiligtum der Briten. Die uralte Währung gegen den Euro zu tauschen, ist für die Mehrheit der Bevölkerung daher undenkbar. Der britische Ex-Premier Tony Blair sieht das offenbar etwas lockerer - und hat andeutungsweise die Möglichkeit eines Beitritts Großbritanniens zur Euro-Zone ins Spiel gebracht. "Wenn alles geklärt ist und Europa sich wieder nach vorne bewegt, dann hat Großbritannien eine sehr interessante Wahl zu treffen", sagte Blair am Sonntag im BBC-Fernsehen.

Die Abschaffung der eigenen Währung als auch der dafür nötige Beitritt zur Euro-Zone Großbritanniens gelten derzeit auf der Insel als ausgeschlossen. Der rechte Flügel in der konservativen Regierungspartei von Premierminister David Cameron will das Volk sogar über einen Verbleib in der Europäischen Union abstimmen lassen.

Blair ergänzte: Bevor man über einen möglichen Euro-Beitritt nachdenke, müsse die Finanzkrise in Europa gelöst werden. Dies sei nur möglich, wenn Deutschland bereit sei, die Schulden in der Euro-Zone zu Gemeinschaftsschulden zu machen. "Das bedeutet, dass man die Schulden eines Einzelnen als die Schulden aller behandelt, was für Deutschland sehr hart ist." Die Staaten mit Schuldenproblemen müssten sich umfangreichen Reformprogrammen verschreiben. "Sonst wäre es unfair, Deutschland zu bitten zu zahlen."

yes/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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asdf01 24.06.2012
1.
Zitat von sysopGetty ImagesGroßbritannien und der Euro - das passt nicht zusammen? Vielleicht doch, sagt Ex-Premier Tony Blair. Wenn die Schuldenkrise gelöst sei, dann habe Großbritannien "eine sehr interessante Wahl zu treffen". http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,840653,00.html
Solange die Nachteile des Festhaltens am Pfund und die Vorteile eines Beitritt zum Euro nicht wirklich dramatisch sind, wird das nicht passieren und es gibt eigentlich keinen Grund anzunehmen, dass es jemals so sein wird. Und das ist gut für die Birten, denn im Gegensatz zu uns haben sie eine Wahl, wir wurde ja zu unserem "Glück" gezwungen.
Ottokar 24.06.2012
2. Der Blair
weiss das Deutschland noch Geld hat um Gross britanien zu stüzen. Übrgend, Wieso "Gross" Britanien?
spieglingjoe 24.06.2012
3. Schlaue Tories
Sich erstmal raushalten und kein Risiko eingehen. Und wenn sich die Eurozone gefangen hat, dann mit Sonderregelungen ihre Staatsschulden vergemeinschaften. Ja ja, nicht dumm die Tories.
Gerdtrader50 24.06.2012
4. Das hat doch die Thatcher schon versucht,
die Briten sind halt schlauer als ihre politischen Führer, hier nur der vergangene, der Cameron scheint ja schlauer. Doofer wie den Euroinsassen gehts doch keinem in diesem Kontinent.
pacificwanderer 24.06.2012
5. Wieso Gross-Britannien?
Das wurde die Bezeichnung fuer die Hauptinsel nach der Vereinigung von Schottland und England (die Waliser spielten keine so grosse Rolle) im 17.Jhdt. Spaeter kam noch Northern Ireland dazu, welches aber immer separat genannt wird.
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