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Missbrauchsvorwürfe: Sicherheitsrat billigt Resolution gegen Uno-Soldaten

Blauhelm-Soldaten der Minusca-Mission in der Zentralafrikanischen Republik Zur Großansicht
AFP

Blauhelm-Soldaten der Minusca-Mission in der Zentralafrikanischen Republik

Laut einem Uno-Bericht soll es immer wieder zu Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und Ausbeutung durch Blauhelm-Soldaten gekommen sein. Mit einer Resolution will der Weltsicherheitsrat nun reagieren.

Als Reaktion auf eine steigende Zahl von Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs durch Uno-Blauhelmsoldaten hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution verabschiedet, mit der dem Problem begegnet werden soll.

Die Resolution fordert truppenstellende Länder auf, sexuellen Missbrauch stärker zu untersuchen, dagegen vorzugehen und das öffentlich zu machen. Straflosigkeit solle nicht mehr möglich sein.

Zudem ist vorgesehen, dass bei Verdachtsfällen künftig ganze Kontingente von Soldaten aus ihren Einsatzgebieten abgezogen werden können. Für die Resolution stimmten 14 der 15 Mitglieder des Sicherheitsrats, lediglich Ägypten enthielt sich.

Laut einem Bericht von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte es allein im vergangenen Jahr 69 Anschuldigungen gegen Blauhelme gegeben. Betroffen waren Soldaten aus 21 Ländern, die meisten von ihnen aus Afrika. Der Großteil der Beschuldigungen wegen Vergewaltigung, sexuellen Missbrauchs oder sexueller Ausbeutung betraf die Minusca-Truppe in der Zentralafrikanischen Republik und die Monusco-Mission in der Demokratischen Republik Kongo.

brt/AFP/dpa

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