Kairo - Nichts ging mehr für Ägyptens Internetnutzer: Im Kampf gegen den Aufstand ließ der gestürzte Ex-Präsident Husni Mubarak Ende Januar sämtliche Internet- und einige Mobiltelefon-Verbindungen kappen. Nun wurde Mubarak wegen der Sperre verurteilt. Ein Verwaltungsgericht in Kairo verhängte am Samstag eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 33 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) gegen den 83-Jährigen.
Das Gericht sah in der Netzsperre eine ungesetzliche Maßnahme, die "der Volkswirtschaft Schaden zugefügt" habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Auch andere Politiker wurden verurteilt. Der ehemalige Innenminister Habib al-Adli muss 50 Millionen Dollar zahlen, Ex-Regierungschef Ahmed Nasif sieben Millionen.
Das Urteil ist der erste Richterspruch gegen Mubarak seit seinem Sturz. Er wurde am vergangenen Dienstag auch wegen des Verdachts der Tötung von mehr als 800 Demonstranten und der Korruption angeklagt. Mubarak befindet sich derzeit in Gewahrsam in einem Krankenhaus in Scharm al-Scheich.
dab/dpa/dapd
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