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Bloggender Talib Die Schöne und der Terrorist

Bloggerin Farrall, Taliban-Berater Masri: Digitaler Austausch zwischen Iran und AustralienZur Großansicht

Bloggerin Farrall, Taliban-Berater Masri: Digitaler Austausch zwischen Iran und Australien

Abu al-Walid al-Masri ist eine Legende, Afghanistan-Kämpfer der ersten Stunde und Taliban-Berater. Leah Farrall ist australische Terrorexpertin und Bloggerin. Eigentlich ist Masri, der seit 2003 in Iran festsitzt, ihr Forschungsgegenstand - doch plötzlich schrieb er zurück.

Berlin/Kairo - Es gibt nicht viele Taliban, die für ihren Humor bekannt sind. Abu al-Walid al-Masri ist anders. Das Terrornetzwerk al-Qaida ist für ihn zum Beispiel "die erste im Privatsektor angesiedelte Dschihad-Organisation der Welt". Und sogar Selbstironie ist dem gebürtigen Ägypter nicht fremd: Sein Image, sagt er, sei derart schlecht, dass es sich nicht verbessern würde, wenn er sich als Jünger Jesu Christi ausweisen könnte - und nicht verschlechtern, wenn herauskäme, dass er Hitler beim Holocaust beraten habe. Er sei aber nun einmal von der "Krankheit des chronischen Schreibens" befallen.

Dass die Welt diese Bonmots nun kennt, ist das Verdienst einer australischen Bloggerin. Leah Farrall war bis vor nicht allzu langer Zeit Analystin bei der australischen Bundespolizei und dort mit al-Qaida befasst. Mittlerweile hat sie den Job an den Nagel gehängt und promoviert - natürlich über al-Qaida. Seit Jahren, so schreibt sie, beschäftige sie sich schon mit Abu al-Walid al-Masri, denn dieser war nicht nur einer der ersten arabischen Dschihad-Kämpfer in Afghanistan und dort eine echte Größe, er hat auch noch ein Dutzend Bücher über seine Erfahrungen am Hindukusch geschrieben.

Im September 2009 hatte Farrall in einem Artikel in einer australischen Tageszeitung darauf hingewiesen, dass Masri nach Jahren der Zurückhaltung wieder von Neuem in die internen Debatten der Taliban einsteige. So hatte der Ägypter, dessen echter Name Mustafa Hamid lautet, den Taliban kurz zuvor empfohlen, nicht nur auf Beute und Waffen zu starren, sondern mehr Geiseln zu nehmen.

Auch andere Terrorexperten nahmen den Wiedereintritt Masris in die Theoretikerszene wahr. Der Historiker und Qaida-Spezialist Vahid Brown etwa stieß bereit im Juli 2009 auf neue Ratschläge des Dschihadisten für die Taliban.

Mein Brieffreund, der Talib

Doch was anderenfalls eine interessante Beobachtung innerhalb des überschaubaren Zirkels von Terror-Historikern geblieben wäre, ist nun zu einem Gegenstand von allgemeinem Interesse geworden. Denn Abu al-Walid schrieb zurück - und etablierte über das Internet eine digitale Korrespondenz mit Leah Farrall. Bislang hat er ihr sechsmal geschrieben und einen Artikel von ihr im "Australian" kommentiert.

So etwas kommt nicht häufig vor. Leah Farralls Reaktion in ihrem Blog fiel entsprechend aus: "Dass mich das umwirft, ist eine massive Untertreibung." Der Taliban-Berater gab sich entschieden gelassener: "Machen wir uns bereit für einen intellektuellen Dialog zwischen der Schönen aus der Sicherheitsbranche und dem Terroristen."

Dankenswerterweise hat Leah Farrall die arabischen Antworten Masris in ihrem Blog veröffentlicht, zwei auch in englischer Übersetzung. Ein guter Teil des Inhalts ist wirklich eher für Geschichtsschreiber des globalen Dschihadismus von Interesse.

Bin Laden ohne Unterstützung?

Aber Leah Farrall hat die Korrespondenz auch auf aktuelle, politische Fragen gelenkt - und Antworten erhalten, die ein Schlaglicht auf die mindestens angespannten Beziehungen zwischen al-Qaida und den Taliban werfen.

"Ich bezweifle, dass al-Qaida irgendeine Art von Strategie hat", gibt der Ägypter beispielsweise zur Protokoll. Bin Laden zeichne sich durch "rasche und seltsame Änderungen der strategischen Zielsetzung" aus, und falls sein Netzwerk Visionen für Afghanistan habe, fehlten ihm in jedem Fall Kapazität und Alliierte, sie umzusetzen.

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insgesamt 502 Beiträge
marypastor 29.10.2009
Da kann man gar nichts machen. Es handelt sich bei den islamischen Terroristen ja nicht um normale Menschen sondern schlichtweg um Geisteskranke. Und die sind gerade deshalb so gefaehrlich. In Deutschland wird kaum etwas [...]
Zitat von sysopBei ihrer Militär-Offensive in Wasiristan fand die pakistanische Armee den Pass von Said Bahaji, der Mitglied der Hamburger Terror-Zelle um Mohammed Atta war und heute zu den am meisten gesuchten Terroristen gehört. Welche Maßnahmen können Ihrer Meinung nach ergriffen werden, um die netzwerke des internationalen Terrorismus einzudämmen?
Da kann man gar nichts machen. Es handelt sich bei den islamischen Terroristen ja nicht um normale Menschen sondern schlichtweg um Geisteskranke. Und die sind gerade deshalb so gefaehrlich. In Deutschland wird kaum etwas passieren, schliesslich ist Deutschland aufgrund seines laxen Rechtssystems, seines behaebigen Polizeiappartes und seiner groesszuegigen Sozialleistungen eine ruhiges Rueckzugsgebiet, in dem man schoen und gefahrlos leben kann.
Palmstroem 29.10.2009
Endlich ehrlich zu schreiben, daß es nicht um den internationalen Terror geht, sondern um den islamistischen Terror. Es ist der Kampf des militanten, fundamentalistischen Islamismus gegen den Rest der Welt - gegen Hindhus, [...]
Zitat von sysopBei ihrer Militär-Offensive in Wasiristan fand die pakistanische Armee den Pass von Said Bahaji, der Mitglied der Hamburger Terror-Zelle um Mohammed Atta war und heute zu den am meisten gesuchten Terroristen gehört. Welche Maßnahmen können Ihrer Meinung nach ergriffen werden, um die netzwerke des internationalen Terrorismus einzudämmen?
Endlich ehrlich zu schreiben, daß es nicht um den internationalen Terror geht, sondern um den islamistischen Terror. Es ist der Kampf des militanten, fundamentalistischen Islamismus gegen den Rest der Welt - gegen Hindhus, Christen, Juden und Atheisten. Es ist der Kampf einer Kultur gegen Freiheit und Demokratie, gegen Aufklärung und die Moderne. Man muß sich nicht wie Obama entschuldigen, sondern wie Bush den Terror bekämpfen!
atzlan 29.10.2009
Wer sunnitische Terroristen bei der Destabilisierung des Iran unterstützt, soll Vorbild im Kampf gegen Terrorismus sein? http://blogs.abcnews.com/theblotter/2007/04/abc_news_exclus.html [...]
Zitat von PalmstroemEndlich ehrlich zu schreiben, daß es nicht um den internationalen Terror geht, sondern um den islamistischen Terror. Es ist der Kampf des militanten, fundamentalistischen Islamismus gegen den Rest der Welt - gegen Hindhus, Christen, Juden und Atheisten. Es ist der Kampf einer Kultur gegen Freiheit und Demokratie, gegen Aufklärung und die Moderne. Man muß sich nicht wie Obama entschuldigen, sondern wie Bush den Terror bekämpfen!
Wer sunnitische Terroristen bei der Destabilisierung des Iran unterstützt, soll Vorbild im Kampf gegen Terrorismus sein? http://blogs.abcnews.com/theblotter/2007/04/abc_news_exclus.html http://www.newyorker.com/reporting/2008/07/07/080707fa_fact_hersh?
mavoe 29.10.2009
die Führer der Islamisten sind wohl geisteskrank. 9/11. Und die Gefolgschaft dieser Führer sind meistens arme und bildungsferne Menschen, wofür sie nichts können, und denen das Himmelreich, wenn nicht auf Erden, versprochen [...]
Zitat von marypastorDa kann man gar nichts machen. Es handelt sich bei den islamischen Terroristen ja nicht um normale Menschen sondern schlichtweg um Geisteskranke. Und die sind gerade deshalb so gefaehrlich. In Deutschland wird kaum etwas passieren, schliesslich ist Deutschland aufgrund seines laxen Rechtssystems, seines behaebigen Polizeiappartes und seiner groesszuegigen Sozialleistungen eine ruhiges Rueckzugsgebiet, in dem man schoen und gefahrlos leben kann.
die Führer der Islamisten sind wohl geisteskrank. 9/11. Und die Gefolgschaft dieser Führer sind meistens arme und bildungsferne Menschen, wofür sie nichts können, und denen das Himmelreich, wenn nicht auf Erden, versprochen wird. Daher ist in Erster Linie nicht militärisch aufoktroierte "Demokratisierung" in solchen Ländern angesagt, sondern BILDUNGSVERMITTLUNG!
barack abamo 29.10.2009
Taliban = Islamisten, ich glaube darin sind wir uns einig. Wie Sie es allerdings schaffen wollen in Ländern wie beispielsweise Afghanistan Bildung, sprich Schulen zu bauen ohne , wie Sie es nennen, eine "militärisch [...]
Zitat von mavoedie Führer der Islamisten sind wohl geisteskrank. 9/11. Und die Gefolgschaft dieser Führer sind meistens arme und bildungsferne Menschen, wofür sie nichts können, und denen das Himmelreich, wenn nicht auf Erden, versprochen wird. Daher ist in Erster Linie nicht militärisch aufoktroierte "Demokratisierung" in solchen Ländern angesagt, sondern BILDUNGSVERMITTLUNG!
Taliban = Islamisten, ich glaube darin sind wir uns einig. Wie Sie es allerdings schaffen wollen in Ländern wie beispielsweise Afghanistan Bildung, sprich Schulen zu bauen ohne , wie Sie es nennen, eine "militärisch aufoktroierte "Demokratisierung" " umzusetzen müssen Sie mal erklären.
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