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31. Dezember 2012, 08:50 Uhr

Blutgerinnsel

Hillary Clinton ins Krankenhaus eingeliefert

Bei US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich ein Blutgerinnsel gebildet. Sie musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Thrombose ist die Folge einer Gehirnerschütterung, die sie vor wenigen Wochen erlitten hatte. Seit Wochen kam sie deshalb nicht mehr ins Ministerium zur Arbeit.

Washington - Seit Wochen absolviert Hillary Clinton keine öffentlichen Auftritte mehr, um sich gesundheitlich zu erholen. Jetzt hat sie dennoch einen Rückschlag erlitten: Die US-Außenministerin ist wegen Komplikationen nach einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Das Blutgerinnsel sei die Folge eines Unfalls vor einigen Wochen, teilte ihr Mitarbeiter Philippe Reines am späten Sonntagabend Ortszeit in Washington mit. Die 65-jährige Ministerin, die Anfang des Jahres ihr Amt aufgeben will, war Mitte Dezember infolge eines Magen-Darm-Infekts in Ohnmacht gefallen und hatte dabei eine Gehirnerschütterung erlitten.

Bei einer Folgeuntersuchung sei nun das Blutgerinnsel entdeckt worden, erklärte Reines. Clinton werde im New Yorker Presbyterian Krankenhaus behandelt und über die kommenden 48 Stunden überwacht. Nähere Angaben zum Ort des Blutgerinnsels oder ihrem Zustand machte Reines nicht. Clinton war seit der Rückkehr von ihrer letzten Auslandsreise am 7. Dezember nicht mehr zur Arbeit im Ministerium erschienen. Auf Rat ihrer Ärzte sagte sie mehrere Auslandsreisen ab.

Wie gefährlich ein Blutgerinnsel ist, hängt nach Angaben von Medizinern vor allem davon ab, wo im menschlichen Körper es entsteht. So seien Blutgerinnsel in der Lunge oder dem Gehirn besonders gefährlich, da sie eine Lungenembolie oder einen Schlaganfall zur Folge haben könnten, sagte der Neurologe Gholam Motamedi von der Georgetown University in Washington.

Wenn jemand wie Clinton nach ihrem Unfall möglicherweise längere Zeit bettlägerig gewesen sei, seien Blutgerinnsel in den Beinen keine Seltenheit, sagte Motamedi.

Bisher hieß es, Clinton arbeite von zu Hause aus und werde am Montag an ihren Schreibtisch im Ministerium zurückkehren. Die Chefdiplomatin war während ihrer vierjährigen Amtszeit unermüdlich gereist und hatte rund 400 Tage im Flugzeug verbracht. Vor einigen Monaten kündigte die Ehefrau des früheren demokratischen Präsidenten Bill Clinton an, sich von ihrem Amt zurückzuziehen. Als ihren Nachfolger nominierte Präsident Barack Obama den Senator John Kerry.

Schon einmal eine Thrombose im Bein

In einem Interview im Oktober 2007 hatte Clinton über ein Blutgerinnsel in ihrem Bein gesprochen, das sie 1998 erlitt. Die Thrombose sei der "schlimmste gesundheitliche Schreck" ihres Lebens gewesen, sagte Clinton der "New York Daily News". "Es war erschreckend, weil du es sofort behandeln musst - du willst ja nicht riskieren, dass es sich löst und sich in dein Gehirn, dein Herz oder deine Lungen bewegt", sagte Clinton damals.

"Ich war gerade im Wahlkampf für (den New Yorker Senator - d. Red.) Chuck Schumer, als mein Fuß zu schmerzen begann und ich ein Problem hatte, meinen Schuh anzuziehen." Schließlich sei sie auf Anraten eines Arztes ins Krankenhaus gegangen. Dort habe man dann das Gerinnsel entdeckt.

Damals sei sie aber vollständig genesen und habe nicht länger blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen. "Ich hatte Glück. Wir konnten es vollständig auflösen und es gab keine weiteren Konsequenzen."

cib/dpa/dapd

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