Boko Haram Mehr als 50 Tote bei Islamisten-Angriff in Nigeria

Bei einer Befreiungsaktion in einem Gefängnis im Nordosten Nigerias sind viele Menschen ums Leben gekommen. Verantwortlich für den Angriff soll die islamistische Sekte Boko Haram sein. Sie befreite mehr als 100 Gefangene.


Abuja - Bei Angriffen von Islamisten im Nordosten Nigerias sind am Dienstag nach Armeeangaben 55 Menschen getötet worden. Nach Angaben eines Sprechers griffen schwer bewaffnete Kämpfer mehrere Armeekasernen, Polizeiwachen und Gefängnisse in der Stadt Bama im Nordosten des Landes an. Unter den Todesopfern seien zwei Soldaten, 14 Gefängniswärter, 22 Polizisten und vier Zivilisten. Verdächtigt werden Mitglieder der islamistischen Terror-Sekte Boko Haram.

Die Angreifer seien in ein Gefängnis eingedrungen und hätten mehr als 100 Häftlinge befreit, sagte der Armeesprecher. Sie hätten sämtliche Wärter getötet, nur einigen Gefängnisaufsehern sei es gelungen, sich zu verstecken. Dem Sprecher zufolge wurden bei den Kämpfen zehn Angreifer getötet und zwei festgenommen.

Die islamistische Sekte Boko Haram kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat. Die Extremistengruppe hat seit 2009 zahlreiche Anschläge auf Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter sowie christliche Kirchen verübt. Dabei wurden rund 3000 Menschen getötet. Allein im vergangenen Jahr wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP mindestens 792 Menschen getötet.

Bei ihrem Vorgehen gegen die Islamisten und mögliche Sympathisanten hat sich laut Beobachtern aber auch die Armee zahlreicher Übergriffe und Gewalttaten schuldig gemacht. Erst im Januar hatte die Gruppe der Regierung eine Unterbrechung der Kämpfe in Aussicht gestellt.

mia/AFP/AP

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zombie69 09.05.2013
1. Die...
Islamisierung des afrikanischen Kontinentes scheint mit grossen Schritten weiter voranzugehen. Offenbar wird es nun für Andersgläubige immer enger in Afrika. Aufgrund des unkontrollierten Massenzuzuges von Muslimen nach Europa kann man sich in etwa ausmalen wie es sich hier weiter entwickeln wird. Vorboten dazu gibt es bereits in London, Paris, Wien oder Berlin reichlich zu bestaunen.
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