Bevorstehende Wahl Nigeria schließt Grenzübergänge

Nigerias Präsident Jonathan hat angeordnet, die Staatsgrenzen für drei Tage zu schließen. Die Maßnahme soll einen friedlichen Ablauf der Präsidentschafts- und Parlamentswahl ermöglichen.

Nigerias Präsident Jonathan (Archiv): "Friedlicher Ablauf" der Wahl am Samstag
AFP

Nigerias Präsident Jonathan (Archiv): "Friedlicher Ablauf" der Wahl am Samstag


Abuja - Wegen der bevorstehenden Wahlen schließt Nigeria für drei Tage seine Landesgrenzen. Die von Präsident Goodluck Jonathan angeordnete Sicherheitsmaßnahme trete in der Nacht zum Donnerstag in Kraft, teilte das Innenministerium mit. Dadurch solle der "friedliche Ablauf" der Präsidentschafts- und Parlamentswahl am Samstag gewährleistet werden.

Nigeria grenzt an Kamerun, Benin, Niger und Tschad. Auch der Autoverkehr am Wahltag wurde auf Anordnung der Polizei bis auf wenige Ausnahmen verboten.

Die Wahlen in Afrikas bevölkerungsreichstem Land waren aus Sicherheitsgründen um sechs Wochen verschoben worden. Im Norden Nigerias kämpft die Extremistengruppe Boko Haram mit Bombenanschlägen und Massenentführungen für einen islamistischen Staat.

Mithilfe von Truppen aus den Nachbarstaaten gelang es der nigerianischen Armee inzwischen, die Miliz zurückzudrängen. In den vergangenen Jahren hatte es in Nigeria am Rande von Wahlen immer wieder tödliche Gewalt gegeben. Im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl im Jahr 2011 wurden bei ethnisch-religiösen Unruhen etwa tausend Menschen getötet.

mka/AFP/Reuters



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