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Boko Haram verdächtigt: Rund 40 Tote bei Bombenanschlag in Nigeria

Mehrere Busse standen in Flammen: Ein Sprengsatz detonierte in Nigeria an einer belebten Kreuzung, es soll viele Tote geben. Auch Soldaten, die gerade auf einer Patrouille waren, starben. Das Militär verdächtigt die Terroristen-Gruppe Boko Haram.

Yola - Bei einem Bombenanschlag im Nordosten Nigerias sind am Donnerstag rund 40 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz sei an einer Bushaltestelle an einer belebten Kreuzung rund 30 Kilometer westlich der Stadt Mubi detoniert, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskräfte. "Überall liegen Leichen auf dem Boden", sagte ein Augenzeuge. Unter den Toten seien auch fünf Soldaten, sieben weitere seien verletzt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP soll die Bombe detoniert sein, als ein Team von Soldaten und Jägern eine Routine-Patrouille in dem Gebiet durchführten.

Mehrere Busse seien in Flammen aufgegangen. Mubi liegt nahe der Grenze zu Kamerun. Die Stadt war im vergangenen Monat von der radikalislamischen Boko Haram eingenommen worden, die Extremisten wurden aber wieder vertrieben. Militärangehörige sagten der Agentur AP, sie vermuteten die Terroristen hinter der Explosion. Boko Haram hat immer wieder Attentate verübt, erst am Dienstag waren bei Anschlägen zweier Selbstmordattentäterinnen in Maiduguri mehr als vierzig Menschen getötet worden. Zu dem neuen Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Boko Haram heißt auf Deutsch so viel wie "westliche Bildung ist Sünde". Die Gruppe kämpft seit 2009 für einen streng islamischen Staat nach den Grundsätzen der Scharia. Tausende Menschen wurden seither getötet. Die Gruppe kontrolliert weite Landesteile im Nordosten Nigerias.

mia/rtr/ap

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