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Bolivien: Volk verwehrt Morales Option auf vierte Amtszeit

Boliviens Präsident Morales: 2020 ist wohl Schluss Zur Großansicht
REUTERS

Boliviens Präsident Morales: 2020 ist wohl Schluss

Das Ergebnis hatte sich Boliviens Präsident anders gewünscht: Die Volksabstimmung über eine vierte Kandidatur 2020 hat Evo Morales endgültig verloren, meldet die oberste Wahlbehörde.

Es war ein unmoralisches Angebot, das Boliviens Staatspräsident Evo Morales seinem Volk machte. Er wollte per Referendum am vergangenen Wochenende die Verfassung ändern lassen, um theoretisch bis 2025 im Amt bleiben zu können - doch dieser Plan ist nun gescheitert.

Nachdem fast alle Stimmen ausgezählt sind, bestätigen sich erste Prognosen vom Montag: 51,31 Prozent der Wähler stimmten gegen eine dafür notwendige Verfassungsänderung und nur 48,69 Prozent dafür, wie aus vorläufigen Angaben der obersten Wahlbehörde vom Dienstagabend (Ortszeit) hervorgeht.

Ausgezählt seien 99,49 Prozent der Stimmen, das Resultat könne sich nun nicht mehr signifikant ändern. Das Endergebnis wurde allerdings noch nicht offiziell verkündet. Auch hat Morales die Niederlage bisher noch nicht eingeräumt.

Der frühere Kokabauer Morales ist seit 2006 im Amt. Er ließ schon einmal die Verfassung ändern, um länger im Amt bleiben zu können und wurde 2014 mit 61 Prozent für eine dritte Amtszeit bis Anfang 2020 gewählt. Durch Änderung des Artikels 168 wollte er mit Vizepräsident Álvaro García Linera die Option auf eine nochmalige Wiederwahl und dann - im Falle eines Wahlsieges - eine vierte Amtszeit erreichen.

cht/dpa

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insgesamt 53 Beiträge
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1. Kein Titel
wll 24.02.2016
Ach Evo, mach's wie die Iren und lasse einfach solange abstimmen, bis das Ergebnis passt. Oder wie Putin, such dir einen Medwedew, der dir einstweilen den Platz warmhält und beerbe ihn dann nach einer Amtszeit wieder. Irgendeinen Weg gibt es doch immer... ;-)
2. Ist doch nicht verwerflich?
mcbarby 24.02.2016
Kein Mensch stört sich daran, dass in Deutschland ohne Ende immer wieder der /die -selbe Kanzler /in gewählt werden darf. Es gibt keine Begrenzung der Amtszeit. Also einfach mal den Ball flach halten und auf die Missstände im eigenen Land schauen, bevor man das Verhalten anderer bekrittelt.
3. Unersetzlich
LapOfGods 24.02.2016
Komisch, dass die sich immer alle für unersetzlich halten. Trotzdem Glückwunsch an Bolivien & Morales: In Afrika wäre das anders gelaufen.
4.
pelayo1 24.02.2016
Diese in vielen lateinamerikanischen Ländern und den USA praktizierte regel, dass Präsidenten maximal zwei Amtsperioden regieren dürfen, ist sehr sinnvoll und sollte bei uns auch eingeführt werden. Sie hötte uns die politische Lähmung der Kohl-Ära genauso erspart wie die Flüchtlingspolitik von Frau Merkel.
5. Kein Demokrat
mikado17 24.02.2016
Er wird trotzdem bleiben!
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