Bagdad - Bei einem Anschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind nach übereinstimmenden Agenturberichten mindestens 26 Menschen getötet worden. 60 weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben des Innenministeriums sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto in die Luft.
Ein Arzt eines nahegelegenen Krankenhauses sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass sich zuvor rund 150 Menschen zur Beisetzung von drei am Vortag Getöteten versammelt hätten, als der Sprengsatz detonierte. Die Polizei bestätigte, dass der Anschlag auf den Trauerzug verübt wurde, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Der Anschlag ereignete sich in einem Stadtviertel von Bagdad, in dem mehrheitlich Schiiten leben.
Seit dem Abzug der US-Truppen aus dem Irak Ende Dezember gibt es einen offenen Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten in der Regierung des Landes. Seit Anfang des Jahres wurden bei Anschlägen mehr als 200 Menschen getötet.
Die sunnitischen Muslime werfen dem schiitischen Ministerpräsident Nuri al-Maliki vor, die Macht an sich reißen zu wollen. Die Regierung macht sunnitische Extremisten für die Taten verantwortlich und wirft ihnen vor, Gewalt zwischen den Religionsgruppen schüren zu wollen.
heb/AFP/Reuters/AP/dpa
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