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Bombenattentate: Terror in Uganda tötet Dutzende WM-Fans

Das WM-Finale lief, da explodierten die Sprengsätze in einem Restaurant und einem Sportclub: Bei Anschlägen in Ugandas Hauptstadt Kampala sind laut offiziellen Zahlen mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Ausländer. Somalische Islamisten bekannten sich zu den Attentaten.

Nairobi - Nach Angaben eines Polizeisprechers sind in Kampala mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende sollen bei den Anschlägen verletzt worden sein.

Die Sprengsätze explodierten offiziellen Angaben zufolge in einem äthiopischen Restaurant sowie in einem Rugbyclub. Die Zeitung "Daily Monitor" berichtete von einer dritten Explosion in Ntinda, einem Vorort Kampalas. Etwa die Hälfte der Toten in dem äthiopischen Restaurant sind nach Polizeiangaben Ausländer. Unter den Opfern ist auch ein Entwicklungshelfer einer christlichen Organisation aus den USA. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin wurde auch ein Deutscher leicht verletzt.

Die somalische Extremistengruppe Al Schahab bekannte sich zu dem Doppelanschlag. Ein Sprecher der Gruppe, Scheich Ali Mohamud Rage, erklärte am Montag in Mogadischu, seine Organisation habe die Anschläge verübt. Es war der erste Anschlag der Al Schahab außerhalb Somalias. Die Gruppe steht dem Terrornetzwerk al-Qaida nahe.

Die ugandischen Behörden hatten die somalischen Extremisten schon zuvor verdächtigt. "Wir hatten den Verdacht, dass diese Leute etwas planen", sagte Polizeichef Kale der Zeitung "New Vision".

Somalische Extremisten hatten mit Anschlägen in Kampala gedroht, weil ugandische Soldaten unter den gut 5000 Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) in Mogadischu sind. Außerdem werden derzeit in Uganda mit Unterstützung der EU somalische Truppen ausgebildet. Kayihura rief die Bevölkerung am Montagmorgen auf, Menschenmengen und belebte Orte zu meiden.

Die USA verurteilten den Anschlag. US-Präsident Barack Obama sei "zutiefst betrübt" über den Verlust von Menschenleben durch diese "bedauerlichen und feigen Angriffe", erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Mike Hammer, in Washington. Die USA seien bereit, Uganda "jegliche Hilfe" zukommen zu lassen. "Unser Mitgefühl ist mit den Familien und Freunden der Opfer in Uganda und den USA", sagte Außenministerin Clinton.

Nach Bekanntwerden der Anschläge schlossen in Kampala viele Restaurants und Bars, die ebenfalls das WM-Finale auf Großleinwänden übertragen hatten, aus Furcht vor weiteren Anschlägen.

anr/dpa/apn/AFP/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. Wundert das?
Bhur Yham, 12.07.2010
Zitat von sysopWährend der Übertragung des WM-Finales explodierten die Sprengsätze in einem Restaurant und einem Sportclub: Bei Anschlägen in Ugandas Hauptstadt Kampala sind mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Ausländer. Behörden vermuten somalische Islamisten hinter den Attacken. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705909,00.html
Bitte den Krieg gegen den Terror verstärken. Es gibt immer noch Gegenden, die bisher nicht betroffen waren.
2. Brüder im Geiste der afgh. "Freiheitskämpfer"
Centurio X 12.07.2010
Zitat von sysopWährend der Übertragung des WM-Finales explodierten die Sprengsätze in einem Restaurant und einem Sportclub: Bei Anschlägen in Ugandas Hauptstadt Kampala sind mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Ausländer. Behörden vermuten somalische Islamisten hinter den Attacken. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705909,00.html
waren mal wieder international aktiv. Klar doch, Fußball ist Teufelswerk, lenkt es doch die Massen vom Beten und somit dem gottgefälligen Leben ab. Ich bin gespannt, was die vielen politmodebewussten Berufsamerikahasser dazu schreiben werden!
3. ?
Centurio X 12.07.2010
Zitat von Bhur YhamBitte den Krieg gegen den Terror verstärken. Es gibt immer noch Gegenden, die bisher nicht betroffen waren.
Fällt Ihnen außer dieser Gehässigkeit nichts anderes dazu ein?
4. Na toll....
Realo, 12.07.2010
...da gelingt Südafrika, trotz meiner pessimistischten Befürchtungen, das Ausrichten einer wunderbaren WM und dann müssen so ein paar islamistische Schwachköpfe wieder alles zunichte machen. Alle die kleinen, positiven Eindrücke von "ganz Afrika" wieder auf einen Schlag zerstört, das winzige Pflänzchen Hoffnung auf mehr Investitionen und Unterstützung zertreten.
5. Jetzt aber mal halblang
Koda 12.07.2010
Zitat von Realo...da gelingt Südafrika, trotz meiner pessimistischten Befürchtungen, das Ausrichten einer wunderbaren WM und dann müssen so ein paar islamistische Schwachköpfe wieder alles zunichte machen. Alle die kleinen, positiven Eindrücke von "ganz Afrika" wieder auf einen Schlag zerstört, das winzige Pflänzchen Hoffnung auf mehr Investitionen und Unterstützung zertreten.
Südarfika und Uganda sind weiter voneinander entfernt als Deutschland und Albanien. Und in weiten Teilen Albaniens herrscht ein System aus Blutrache, welches in barbarisacher Art und Weise junge Männer dazu verpflichtet, den Enkel des Mörders ihres Opas zu erschiessen. UND? Was hat das mit Deutschland zu tun: NICHTS. Was hat Uganda mit Südafrika zu tun: A
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Fläche: 241.551 km²

Bevölkerung: 35,757 Mio.

Hauptstadt: Kampala

Staatsoberhaupt:
Yoweri Kaguta Museveni

Regierungschef:
Ruhakana Rugunda

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