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"Hookers für Hillary": Republikanischer Bordellbetreiber unterstützt Hillary Clinton

Bordellbetreiber Hof:  Aufgewachsen als Republikaner, in beruflichen Angelegenheiten Demokrat  Zur Großansicht
Getty Images/ Bloomberg

Bordellbetreiber Hof: Aufgewachsen als Republikaner, in beruflichen Angelegenheiten Demokrat

Zweimal setzte er sich für einen Republikaner ein - jetzt unterstützt ein Bordellunternehmer im US-Bundesstaat Nevada die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton. Manche seiner Angestellten haben allerdings andere politische Vorlieben.

Mit öffentlichkeitswirksamen Meldungen im Präsidentschaftswahlkampf kennt sich der amerikanische Bordellbetreiber Dennis Hof aus.

Zwei Mal, 2008 und 2012, engagierte sich Hof für einen republikanischen Kandidaten, Rand Paul. Damals nutzte Hof im republikanischen Vorwahlkampf im US-Bundesstaat Nevada den griffigen Slogan "Pimpin' for Paul", also Anschaffen lassen für Paul. 2012 gab Hof an, er habe eine Umfrage unter seinen 500 "Mädchen" gemacht, und die seien eben für Paul gewesen. Obama-Herausforderer wurden dann jeweils andere.

Nun also "Hookers for Hillary" - Prostituierte für Hillary Clinton -, und wer die Idee hatte, bleibt erneut vage, wie ein Bericht des britischen "Guardian" aus dem Bordell Moonlite-Bunny-Ranch zeigt. Es sei wieder der Einfall seiner Angestellten gewesen, behauptet Hof. Eine von ihnen erzählt im Interview dann, ihr sei gesagt worden, sie solle über ihre Unterstützung für Hillary reden. Und sie ergänzt, sie werde bei der Nevada-Vorwahl am 20. Februar Bernie Sanders unterstützen.

Sanders sei eben beliebt "bei den Kids", sagt dazu Hof, der mit legaler Prostitution reich geworden ist. Über sich sagt Hof, aufgewachsen sei er als Republikaner. Sein Geschäft lasse ihn aber eher wie einen Demokraten denken, als Mensch aus Nevada sei er libertär. Und trotz "Hookers for Hillary" erklärt er: Wenn am Ende bei der Präsidentschaftswahl im November Donald Trump auf Hillary Clinton treffen sollte, werde ihm die Entscheidung schwerfallen.

Einigen Mitarbeiterinnen in Hofs Betrieb ist es tatsächlich ein Anliegen, Hillary Clinton zu unterstützen. Eine junge Frau mit dem Callgirl-Namen Entice Love erklärte dem "Guardian", ihr gefalle Clintons Engagement gegen häusliche Gewalt. Sie habe das selbst erleiden müssen. Mit ihrer Entscheidung helfe sie letztlich Hillary, aber auch sich selbst. Frauen sollten sich schließlich unterstützen, findet Love.

Am Wochenende entscheiden die Einwohner von Nevada im Caucus-Verfahren, wen sie im demokratischen Lager unterstützen wollen. Ob Clinton die Unterstützung des Bordellbetreibers nützt, darf bezweifelt werden. Wichtiger ist für ihre Kampagne, ob es ihr und ihren Mitstreitern gelingt, ihren derzeit ärgsten Widersacher Bernie Sanders auf Abstand zu bringen. In der ersten Vorwahl im Bundesstaat Iowa lag Clinton mit dem linken Kandidaten etwa gleichauf. In New Hampshire verlor sie erwartungsgemäß, allerdings mit großem Abstand.

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cht

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