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12. September 2018, 00:38 Uhr

Präsidentschaftswahl in Brasilien

Inhaftierter Lula zieht Kandidatur zurück

Obwohl er wegen Korruption im Gefängnis sitzt, hatte sich Brasiliens Ex-Präsident Lula da Silva als Kandidat für die Wahl registriert. Nun wird seine Partei doch jemand anderen aufstellen.

Der inhaftierte frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gibt seine erneute Kandidatur für das Amt auf. Die Arbeiter-Partei werde an Lulas Stelle den ursprünglichen Bewerber für den Posten des Vize-Präsidenten, Fernando Haddad, ins Rennen schicken, teilte die Parteivorsitzende Gleisi Hoffmann mit.

Haddad ist der frühere Bürgermeister von São Paulo. Er genießt längst nicht die Popularität Lulas.

Lula hatte ungeachtet seiner Inhaftierung seit April bis zuletzt die Umfragen vor der Präsidentenwahl am 7. Oktober angeführt. Lulas Partei wollte mit verstärktem internationalem Druck erreichen, dass ihr Kandidat freikommt und doch noch erneut Präsident werden kann. Er ist, weil er sich von einem Bauunternehmen ein Luxusappartement renoviert haben lassen soll, zu einer zwölfjährigen Haftstrafe wegen Korruption verurteilt worden. Lula weist die Vorwürfe zurück und sieht sich als Opfer einer politischen Intrige.

Das Oberste Wahlgericht entschied, dass er deswegen nicht bei der Präsidentschaftswahl antreten darf. Lulas Einspruch gegen die Entscheidung wurde abgewiesen.

cop/Reuters

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