Brasilien Präsident Temer soll Schmiergeldzahlung zugestimmt haben

In Brasilien sollen Tonaufnahmen aufgetaucht sein, die den Präsidenten schwer belasten: Michel Temer soll zugestimmt haben, einen Ex-Politiker für sein Schweigen in der Petrobas-Affäre zu bezahlen.

Michel Temer
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Michel Temer


Im Korruptionsskandal um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras gerät Präsident Michel Temer unter Druck: Nach einem Bericht der Zeitung "O Globo" stimmte dieser der Zahlung von Schweigegeld an einen potenziellen Zeugen zu. Der Präsident wies den Vorwurf zurück.

Der Fall Petrobras ist der größte Korruptionsskandal in der Geschichte Brasiliens. 2014 hatten die Behörden damit begonnen, das Netzwerk um Schmiergeldzahlungen bei Auftragsvergaben von Konzernen aufzudecken. Acht Minister stehen unter Korruptionsverdacht. Die frühere brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff

stolperte 2016 über den Skandal. Dem Blatt zufolge wird Temer durch die Aufzeichnung eines Gesprächs mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden des Fleischproduzenten JBS, Joseley Batista, belastet. Dabei hätten die beiden über den inhaftierten früheren Abgeordneten Eduardo Cunha gesprochen. Dieser hatte jüngst gesagt, er verfüge im Zusammenhang mit dem Petrobras-Skandal über kompromittierende Informationen über eine Menge hochrangiger Politiker.

Die Zeitung berichtete, der Firmenvorsitzende Batista habe Temer erzählt, dass er Cunha für dessen Schweigen bezahle. Daraufhin habe der Präsident geantwortet: "Das müssen Sie weitermachen, einverstanden?"

Temer bestätigte, dass er sich mit Batista Anfang März getroffen habe. Er bestritt jedoch, dabei Schweigegeldzahlungen an Cunha zugestimmt zu haben.

mho/dpa/Reuters



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