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Streik vor WM-Start: Polizei setzt Blendgranaten gegen Demonstranten ein

Kurz vor Anpfiff der Fußball-WM ist es in São Paulo zu Scharmützeln zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen. Obendrein streikt auch noch das U-Bahn-Personal - kurz vor dem Auftaktspiel droht der Verkehrsinfarkt.

Fotostrecke: Streik und Demos kurz vor WM-Anpfiff Fotos
AFP

São Paulo - In São Paulo ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen - drei Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft. Einsatzkräfte gingen mit Blendgranaten und Tränengas gegen etwa 150 Protestierende vor, berichten die französische Nachrichtenagentur AFP und die brasilianische Tageszeitung "O Globo".

Die Demonstranten hatten am frühen Morgen den seit Tagen anhaltenden Streik der U-Bahn-Beschäftigten unterstützt und den Verkehr auf einer Hauptverkehrsstraße von São Paulo mit brennenden Mülltonnen blockiert. 13 Personen wurden von der Polizei vorübergehend in Gewahrsam genommen.

In der 20-Millionen-Metropole São Paulo findet am Donnerstag das Eröffnungsspiel der WM zwischen Brasilien und Kroatien statt. Am Dienstag und Mittwoch hält der Fußballweltverband FIFA zudem seinen Kongress in der Millionenmetropole ab. Ausgerechnet jetzt droht der Wirtschaftsmetropole ein anhaltendes Verkehrschaos. Rund 4,5 Millionen Menschen benutzen normalerweise täglich die U-Bahn. Am Montag lief zeitweise nur auf zwei der fünf Linien der Betrieb normal, berichtet "O Globo".

Die U-Bahn-Beschäftigten streiken seit Donnerstag für höhere Löhne. Am Sonntag hatte ein Arbeitsgericht den Ausstand für illegal erklärt, die Streikenden beschlossen dennoch weiterzumachen. Am frühen Montagmorgen wurde der seit fünf Tagen anhaltende Ausstand der U-Bahn-Bediensteten fortgesetzt. Die Demonstranten skandierten lautstark "Nein zu Repressalien", bevor die Ordnungskräfte gegen sie vorgingen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es einen Polizeieinsatz gegen Streikposten gegeben, dabei waren Schlagstöcke und Tränengas eingesetzt worden.

ssu/AFP/sid

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insgesamt 14 Beiträge
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1. WM hilft
Affenhirn 09.06.2014
so bekommt man wenigstens internationale Aufmerksamkeit.
2. Brasilia
killi 09.06.2014
hat sich mit der WM selbst auseinander genommen. Die WM in Russland wird auch interessant.
3.
MisterD 09.06.2014
Hoffen wir mal, dass die Streikenden durchhalten und die komplette WM im Chaos endet... Vielleicht lernen Verbände wie Fifa oder IOC dann endlich mal, dass es an Massenmord grenzt sportliche Großereignisse an Staaten zu vergeben, die kaum ihre eigene Bevölkerung versorgen können... und dann auch noch riesige Stadien für Milliarden EUR zu verlangen(!)...
4. Wie kann man nur....
goldfuchs 09.06.2014
In so einem instabilen Land, der großen Armut die WM austragen. Das gleiche gilt für 2010 in Afrika, millionenschwere Stadien die keins Sau nach der WM mehr nutzt. In den Favelas verrecken die Leute weil sie kein Geld für essen und trinken haben, 5km weiter wird aber in Millionenhöhe Stadien erweitert, gebaut. Ich finde das alle Mannschaften diese WM Boykottieren sollten! Das Geld sollte lieber für die Armen gespendet werden.
5. optional
OliverRöseler 09.06.2014
und sollen die streikenden jetzt mit blendgranaten zum arbeiten gezwungen werden,oder wie stellt die staatsgewalt sich das jetzt vor ?
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