Sitz im US-Senat Susan Rice will gegen Kavanaugh-Unterstützerin Collins antreten

"Sie hat Frauen im ganzen Land betrogen": Susan Rice, bekannte US-Politikerin, ist empört über die Republikanerin Susan Collins. Rice kündigt an, sich um den Sitz der Kavanaugh-Unterstützerin bewerben zu wollen.

Susan Rice
Getty Images/ NBCU Photo Bank/ NBC NewsWire

Susan Rice


Susan Rice, die ehemalige US-Sicherheitsberaterin unter Präsident Barack Obama, denkt darüber nach, für einen Senatssitz in Maine 2020 zu kandidieren. Sie werde das nach den Midterm-Wahlen im November entscheiden.

Bereits am Freitag hatte Rice für Begeisterung in den sozialen Medien gesorgt - mit einem Tweet, der nur aus zwei Buchstaben bestand. Sie ließ darin anklingen, sich für die Senatskandidatur zu interessieren.

Mit ihrer Bewerbung würde Rice die Republikanerin Susan Collins herausfordern. Collins hatte für die Einsetzung des Richterkandidaten Brett Kavanaughs votiert - eine Stimme, die maßgeblich dazu betrug, Kavanaugh zum Richter auf Lebenszeit am Obersten Gericht zu machen.

Reuters

Collins habe "Frauen im ganzen Land betrogen"

Die Mehrheit für Kavanaugh kam mit 50 zu 48 Stimmen nur denkbar knapp zustande. Er ist der zweite konservative Kandidat den US-Präsident Donald Trump auf die Richterbank des Obersten Gerichtshof bringt. Am kommenden Dienstag tritt Kavanaugh den Posten an.

Besonders umstritten war die Nominierung Kavanaughs, seit die Psychologieprofessorin Christine Blasey Ford in einer Senatsanhörung berichtet hatte, Kavanaugh habe versucht, sie in ihrer Schulzeit zu vergewaltigen. In seiner Antwort wies Kavanaugh die Vorwürfe kategorisch zurück.

Senatorin Susan Collins hatte in einer Rede am Freitag erklärt, warum sie in der Schlussabstimmung für Kavanaugh stimmen würde - und damit harsche Kritik aus demokratischen Kreisen erhalten.

Zu den Kritikern zählte auch Susan Rice. Sie sagte nun am Sonntag in New York, Collins stelle Partei und Politik über ihre eigenen Prinzipien und habe mit ihrer Unterstützung Kavanaughs "Frauen im ganzen Land betrogen".

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SPIEGEL ONLINE

mar/AP



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