Großbritannien Premier Cameron tritt am Mittwoch zurück

Seinen Rücktritt hatte er für Herbst angekündigt, nun ist es schon diese Woche so weit: Der britische Premier David Cameron übergibt am Mittwoch an seine Nachfolgerin Theresa May.


Nach dem Brexit-Vorum geht die Politik-Rochade in Großbritannien schneller voran als gedacht: Premierminister David Cameron wird bereits am Mittwoch sein Amt offiziell niederlegen.

Er werde am Mittwoch seine letzte Fragestunde als Premier im Unterhaus absolvieren. Dann werde er in den Buckingham-Palast fahren und der Queen seinen Rücktritt erklären. "Am Mittwochabend werden wir in diesem Gebäude eine neue Premierministerin haben", sagte Cameron am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street in London.

Er hatte seinen Abgang einen Tag nach dem Brexit-Votum am 24. Juni angekündigt. Cameron hatte vergeblich versucht, die Briten von einem Verbleib in der EU zu überzeugen. Ursprünglich wollte er erst im Oktober von seinem Posten zurücktreten, dann war September anvisiert worden.

Auf ihn wird die Innenministerin Theresa May folgen. Sie ist die einzig verbliebene Kandidatin im Rennen um den Parteivorsitz der Tories - womit auch das Amt des Premiers verknüpft ist. "Ich freue mich, dass Theresa May die nächste Premierministerin sein wird", sagte Cameron. Sie habe dabei seine volle Unterstützung.

vks/dpa



insgesamt 66 Beiträge
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tulius-rex 11.07.2016
1. der einzig richtige Schritt in diesem Bubenstück
Will man Investoren nicht weiter beunruhigen und langfristig vergraulen muss ein/e neue/r Regierungschef/in schnellstmöglich her. Diese muss dann auch sehr schnell sagen, wie sie den BREXIT gestalten will. Nur so können Arbeitsplätze in UK gerettet werden.
MTBer 11.07.2016
2. Großbritannien könnte auf Zeit spielen . . .
. . . und den Brexit mehrere Jahre verschleppen. Aber anscheinend hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass Unsicherheit für alle (Nachbarstaaten, Wirtschaft, Bürger etc.) schädlich ist. Und ein Neuanfang ist nur mit neuem Personal glaubhaft zu vermitteln. Also musste Cameron den Platz frei machen - besser gestern als morgen. Und eine neue Regierungs-Chefin wird den Weg skizzieren, den es zukünftig zu beschreiten gilt.
erichansen 11.07.2016
3. Es gibt auch gute Nachrichten
in diesen schwierigen Zeiten.
rathat 11.07.2016
4. Das sinkende Schiff.
Es ist schon erstaunlich, mit welchem Tempo sich diejenigen, die Hauptverantwortlich für den Brexit sind (ja, auch Cameron), aus der Politik zurückziehen und andere den Scherbenhaufen aufkehren lassen. Wenn nach einem Brexit genau das eintreten wird, was Brexit Gegner prophezeit haben, dann ist halt wieder die EU schuld sowie die eigenen Politiker, die nicht richtig verhandelt haben. Theresa May kann nur verlieren, denn in zwei Jahren stehen Johnson, Farage und Cameron wieder gemeinsam an der populistischen gegen sie.
Frührentner 11.07.2016
5. Datum
Er hatte seinen Abgang am Tag des Brexit-Votums am 23. Juli angekündigt Das Votum war im Juni.
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