Brief an Uno-Sicherheitsrat Iran soll gegen Atomabkommen verstoßen haben

Iran soll trotz Sanktionsdrohungen seine Raketentests fortgesetzt haben. In einem Brief an die Uno fordern die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland nun Konsequenzen.

Abschuss einer iranischen Rakete
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Abschuss einer iranischen Rakete


Teheran hat mit seinen jüngsten Raketentests gegen die Bedingungen des Atomabkommens verstoßen - diesen Vorwurf erheben Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA in einem gemeinsamen Brief an die Uno. Die vier Staaten fordern Konsequenzen.

In dem Schreiben heißt es, dass die getesteten Raketen "grundsätzlich Atomsprengköpfe transportieren könnten". Dies verstoße gegen eine Resolution des Sicherheitsrates. Das Abkommen soll der islamischen Republik die Nutzung der Atomkraft für zivile Zwecke ermöglichen, den Weg zur Atombombe jedoch verbauen.

Die Unterzeichner des Briefes fordern den Sicherheitsrat auf, "angemessene Reaktionen" auf Teherans Handeln zu diskutieren.

Iran hatte sich im Juli mit der Fünf-plus-eins-Gruppe (die fünf Uno-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) auf eine deutliche Beschränkung seines Atomprogramms geeinigt. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen fallen.

Der iranische Präsident Hassan Rohani verteidigt das Raketenprogramm damit, dass das Land das Recht auf die Entwicklung von Raketen habe. Sie seien nicht darauf ausgerichtet, mit atomaren Sprengköpfen ausgestattet zu werden.

asc/Reuters

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