Streit um Artikel Britische Zeitung zahlt "erhebliche Summe" an Melania Trump

Melania Trump hatte sich mit Anwälten gegen einen Artikel des "Daily Telegraph" gewehrt. Nun hat sich das britische Blatt bei der First Lady entschuldigt - und einer Zahlung zugestimmt.

Melania Trump
REUTERS

Melania Trump


Die britische Zeitung "Daily Telegraph" hat sich in einem Schreiben bei der amerikanischen First Lady Melania Trump entschuldigt und ihr eine "erhebliche Summe" überwiesen. Grund hierfür war ein Artikel, der viele falsche Aussagen enthielt. "Als Zeichen unseres Bedauerns haben wir zugestimmt, Frau Trump eine erhebliche Summe zu zahlen, sowie ihre Rechtskosten zu übernehmen", teilte die Zeitung in einer Mitteilung mit.Der "Daily Telegraph" ist eine der größten britischen Zeitungen und gilt als traditionell konservativ ausgerichtet.

Die Zeitung entschuldigte sich für eine Titelgeschichte mit dem Namen "Das Mysterium der Melania", die im Januar veröffentlicht wurde. In dieser hieß es, Trumps Karriere als Model sei erfolglos gewesen, bevor sie Donald Trump getroffen habe. Außerdem enthielt sie falsche Darstellungen über ihren Vater und die Gründe, warum sie ihr Architekturstudium abgebrochen hatte.

"Wir akzeptieren, dass Frau Trump ein erfolgreiches professionelles Modell war, bevor sie ihren Mann kennenlernte und ohne seine Unterstützung ihre Karriere aufbaute", schreibt der "Daily Telegraph" in seinem Entschuldigungsbrief. Außerdem sei es unwahr, dass Melania Trump in der Präsidentschaftswahlnacht geweint habe.

"Die am meisten gemobbte Person der Welt"

Es ist nicht das erste Mal, dass die First Lady einen Kampf um ihre Außendarstellung gewinnt. Das britische Boulevardblatt "Daily Mail" zahlte Melania Trump 2017 eine Entschädigung, weil es die First Lady als früheres Escort-Girl bezeichnet hatte. Eine Anwältin der Zeitung gab zudem vor dem High Court in London eine Entschuldigung ab: Die "Daily Mail" erkenne an, dass die im August während des US-Wahlkampfs geäußerten Behauptungen falsch seien und nehme diese zurück.

Kürzlich bezeichnete sich die First Lady in einem Interview mit dem Sender ABC News als "am meisten gemobbte Person der Welt". Auf Nachfrage schränkte sie ein, sie sei sicherlich "einer der" am meisten schikanierten Menschen der Welt. "Wenn Sie sich anschauen, was Leute über mich sagen."

hej/AP

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