Bürgerkrieg Aktivisten sprechen von mehr 100.000 Toten in Syrien

Die Zahl der Toten im syrischen Bürgerkrieg steigt dramatisch. Aktivisten sprechen nun von mehr als 100.000 Menschen, die ihr Leben in dem blutigen Konflikt verloren haben. Unter den Toten sind Tausende Kinder.

Verzweifelte syrische Flüchtlinge: Ein teuflischer Konflikt
AP/dpa

Verzweifelte syrische Flüchtlinge: Ein teuflischer Konflikt


Damaskus - Der Bürgerkrieg in Syrien hat nach Angaben syrischer Menschenrechtler mehr als 100.000 Menschen das Leben gekostet.

Seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011 seien 100.191 Menschen getötet worden. Die Hälfte davon seien Zivilisten. Dies meldet die regimekritische Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter. Die Organisation in London bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk aus Ärzten und Aktivisten in Syrien. Besonders erschreckend: 5144 Kinder seien getötet worden.

Die Uno hatte vor kurzem ähnliche Zahlen genannt: Bis Ende April seien mindestens 93.000 Menschen gestorben - darunter 6500 Kinder. Es gebe gut belegte Fälle von Folter und Tötung von Kindern sowie von Massakern an ganzen Familien einschließlich Babys. Der Konflikt sei teuflisch geworden.

Die Kinder, die entkommen, sind schwer traumatisiert. In Flüchtlingscamps malen sie Blut, Waffen und tote Menschen. Viele Beobachter sprechen von einer verlorenen Generation.

Keine Hoffnung auf schnellen Frieden

Der Konflikt in dem Bürgerkriegsland tobt seit März 2011. Hoffnung auf einen schnellen Frieden gibt es nicht. Die Beratungen Russlands und der USA über Termin und Teilnehmer der geplanten Syrien-Friedenskonferenz laufen ins Leere. Die Vertreter beider Staaten konnten bei ihrem fünfstündigen Gespräch am Dienstag in Genf keine Einigung erzielen. Es wird deswegen nun damit gerechnet, dass die Konferenz frühestens im August oder September abgehalten werden kann.

Die Vereinten Nationen kündigten an, kommende Woche sei ein Treffen der Außenminister John Kerry und Sergej Lawrow geplant. Russlands Vize-Außenminister Gennadi Gatilow sagte nach dem Treffen: "Es herrscht beispielsweise Uneinigkeit darüber, ob Iran teilnehmen sollte."

Beide Großmächte hatten im vergangenen Monat erstmals eine Friedenskonferenz angeregt, um den Bürgerkrieg zu beenden. Seither haben sich die Beziehungen wieder deutlich verschlechtert. Die USA entschieden diesen Monat, die Rebellen im Kampf gegen Syriens Staatschef Assad militärisch zu unterstützen. Die Regierung in Moskau beliefert hingegen weiterhin Assad mit Waffen.

Kgp/dpa/Reuters

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Seite 1
stefan.p1 26.06.2013
1. alte weisheit
wenn die rebellen jetzt endlich auch vom westen offiziel mit waffen unterstützt werden wird die zahl schnell auf 200000 steigen. mehr waffen = mehr tote
stefan.p1 26.06.2013
2. alte weisheit
wenn die rebellen jetzt endlich auch vom westen offiziel mit waffen unterstützt werden wird die zahl schnell auf 200000 steigen. mehr waffen = mehr tote
wirklick 26.06.2013
3. Blödsinn
ist das Argument, dass es die Sache verschlimmert, wenn die Rebellen Waffen bekommen. Soll die sich einfach abschlachten lassen oder was? Die UNO hat durch ihre Unfähigkeit irgendetwas zustande zu bringen, ganz erheblich Mitschuld an diesem Zustand. Eine Schande ist das.
London_Riot 26.06.2013
4.
Zitat von stefan.p1wenn die rebellen jetzt endlich auch vom westen offiziel mit waffen unterstützt werden wird die zahl schnell auf 200000 steigen. mehr waffen = mehr tote
Es wird viel mehr tote geben,wenn die Rebellen mit Waffen versorgt werden. In Syrien kämpft längst nicht das Volk gegen Assad,sondern ganze Horden von Islamisten und Kriminellen die aus der ganzen Region rekrutiert worden. Wenn man Videos aus Syrien ansieht und diese Gestalten mit AK 47 betrachtet,dann fällt einem schwer zu glauben,dass nach dem Sturz Assads in Syrien Frieden herrschen wird. Jeder Syrier oder Libanese mit denen ich gesprochen habe verurteilen auf schärfste das was die "Freunde Syrien" dem Land antun,sogar die Sunniten sind von den guten Taten der >Rebellen schockiert und die Aussage Assad tötet eigenes Volk gilt nur hier bei uns,in Syrien kämpft das gesamte Volk und alle Konfessionen zusammen gegen die Al Nusra und Co. Diese Freiheitskämpfer besetzen ganze Viertel und fangen von da ganze Stadt zu beschiessen bis die Armee kommt und das Viertel abriegelt und dann gehen kleine Gruppen in den Viertel rein und säubern eine Strasse nach der anderen und was sie dort sehen hat nichts mit Demokratie und Freiheit zu tun,die Wohnungen sind geplündert und die Rebellen nehmen alles mit was sie verkaufen oder tauschen können. So sieht die Realität in Syrien. P.S. In letzter Zeit wurde es ruhig in Syrien bzw. uns hat man nichts berichtet,also wird in Syrien bald etwas grosses passieren oder Freunde Syriens haben erkannt,dass sie keine Chance mehr haben und die Armee nach und nach eine Stadt nach der anderen befreien,damit die Freiheitskämpfer sich nicht im Stich gelassen fühlen hat man vor kurzem die Waffenlieferungen an die Rebellen versprochen...ob die Waffen da ankommen ist eine andere frage und ich wünsche dem syrischen Volk weiterhin alle beste und bin überzeugt,dass sie diese Horden zurück in die Türkei verjagt werden,soll doch Erdogan mit den Geistern leben die er rief.
ein anderer 26.06.2013
5. ...
Zitat von sysopAP/dpaDie Zahl der Toten im syrischen Bürgerkrieg steigt dramatisch. Aktivisten sprechen nun von mehr als 100.000 Menschen, die ihr Leben in dem blutigen Konflikt verloren haben. Unter den Toten sind Tausende Kinder. Bürgerkrieg: 100.000 Tote in Syrien - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/buergerkrieg-100-000-tote-in-syrien-a-907944.html)
Stellvertreterkriege haben sich noch immer als äusserst blutig herausgestellt. Und auch die Berichterstattung in den involvierten Aussenmächten und deren Verbündeten zeichneten sich immer dadurch aus, das man sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation zuschreibt. Ja hätte die Andere Seite doch das gemacht was wir wollten wäre es nicht so schlimm gekommen.
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