Bürgerkrieg im Jemen Rebellen beginnen mit Rückzug aus Hafen von Hudaida

Wegen des Bürgerkriegs im Jemen leiden acht Millionen Menschen unter Hungersnot. Jetzt gibt es Hoffnung auf eine Lösung des Konflikts.

Huthi-Rebellen erheben während einer Versammlung Mitte Dezember ihre Waffen
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Huthi-Rebellen erheben während einer Versammlung Mitte Dezember ihre Waffen


Die Rebellen im Jemen haben nach Angaben der Vereinten Nationen (Uno) mit dem Rückzug aus dem Hafen von Hudaida begonnen. Wie ein Uno-Vertreter am Samstag sagte, verließen die ersten Kämpfer der Huthi-Rebellen um Mitternacht den strategisch wichtigen Hafen am Roten Meer.

Die von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen des Jemen haben Hudaida eingekesselt, dessen Hafen für die Versorgung von Millionen Jemeniten entscheidend ist.

Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen Iran steht.

10.000 Menschen getötet

Nach Uno-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen Tausende Zivilisten. In dem Land herrscht der Uno zufolge die schlimmste humanitäre Krise weltweit.

Die Konfliktparteien im Jemen hatten sich bei Friedensgesprächen in Schweden auf eine Waffenruhe für die von den Huthi-Rebellen kontrollierte westjemenitische Hafenstadt geeinigt, durch die ein Großteil der Hilfen für die hungernde Bevölkerung ins Land kommt.

Auch der nun begonnene Abzug der Kämpfer aus der Stadt und dem Hafen von Hudaida war Anfang Dezember in Schweden vereinbart worden. Die Waffenruhe gilt seit dem 18. Dezember, war zunächst jedoch brüchig. Beide Seiten machten sich gegenseitig für die Verstöße verantwortlich.

Hungersnot

Eine Uno-Beobachtermission unter Leitung des niederländischen Ex-Generals Patrick Cammaerts soll nun die Einhaltung der Waffenruhe überwachen. Cammaerts war am Samstag vergangener Woche im Jemen eingetroffen. Am Mittwoch kam er in Hudaida zu ersten Gesprächen mit Vertretern von Regierung und Rebellen zusammen.

Die neue Vereinbarung gilt als erster Durchbruch in den Bemühungen um ein Ende des seit vier Jahren andauernden Bürgerkriegs. Im Januar soll in einer weiteren Gesprächsrunde der Rahmen für einen umfassenden Frieden abgesteckt werden.

Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen kontrollieren den Großteil des Landes, darunter Hudaida und die Hauptstadt Sanaa. Die von Saudi-Arabien gestützte Regierung hat sich nach Aden zurückgezogen.

Durch die Kriegswirren ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln vielerorts zusammengebrochen: Im Jemen leiden mehr als acht Millionen Menschen Hunger, laut Uno sind 14 Millionen von Hunger bedroht.

boj/AFP/Reuters



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