Bundesregierung Merkel reagiert entsetzt auf Anschläge in Boston

Bundeskanzlerin Merkel hat tief betroffen auf die Bombenanschläge von Boston reagiert. Auch führende EU-Vertreter verurteilten die Tat. "Wir sind bei unseren amerikanischen Freunden", twitterte Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments.

Bundeskanzlerin Merkel: "Heimtückischer Angriff"
AP

Bundeskanzlerin Merkel: "Heimtückischer Angriff"


Berlin/Brüssel - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Angehörigen der Opfer der Boston-Anschläge ihr Mitgefühl übermittelt ."Mit Entsetzen habe ich die Nachrichten von den Anschlägen in Boston verfolgt", erklärte die CDU-Politikerin am Dienstag."Nichts rechtfertigt einen so heimtückischen Angriff auf Menschen, die sich zu einer friedlichen Sportveranstaltung zusammengefunden hatten", unterstrich Merkel. "Ich hoffe, dass der oder die Schuldigen dafür zur Rechenschaft gezogen werden können."

Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) zeigte sich "zutiefst schockiert" über die Explosionen beim Boston-Marathon "und ihre schrecklichen Folgen". "Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Opfer, wir wünschen den vielen Verletzten baldige Genesung", erklärte Westerwelle am Dienstag in Berlin."Was nichts anderes als ein traditionsreiches, fröhliches Sportereignis für zehntausende Läufer und Hunderttausende Zuschauer aus Boston und aller Welt sein sollte", sei "zu einer Tragödie geworden", fügte Westerwelle hinzu. Er wünsche sich, dass die Ermittlungen schnell auf die Spur der Verantwortlichen führten.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zeigte sich ebenfalls "tief schockiert". Der Däne sprach den Opfern und Angehörigen in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung sein Mitgefühl aus. "Meine Gedanken sind bei den Bürgern Bostons und der gesamten Vereinigten Staaten."

"Ich verurteile die entsetzliche Tat, die in Boston verübt wurde, und bedauere die tragischen Folgen und den Verlust unschuldiger Menschenleben zutiefst", erklärte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy in Brüssel. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton bezeichnete die Explosionen als "verwerflich". Sie sei schockiert von der "schrecklichen Bombenattacke auf den Boston-Marathon, die mit Absicht auf Männer, Frauen und Kinder zielte, die sich an einer Sportveranstaltung erfreuten und daran teilnahmen".

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter sein Beileid mit. "Terrorismus ist niemals gerechtfertigt. Wir sind bei unseren amerikanischen Freunden."

Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte den Anschlag als "barbarisches Verbrechen". Der Kampf gegen den Terrorismus erfordere eine "aktive Koordination der Anstrengungen der ganzen Welt", schrieb Putin nach Kremlangaben in einem Beileidstelegramm an US-Präsident Barack Obama am Dienstag. Putin bot demnach auch an, die US-Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Russen waren von dem Anschlag mit 3 Toten und mehr als 140 Verletzten nach offiziellen Angaben aus Moskau nicht betroffen.

hen/dpa/Reuters



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