Burkina Faso Bewaffnete attackieren französische Einrichtungen 

In der Hauptstadt des westafrikanischen Krisenstaats Burkina Faso haben Bewaffnete die französische Botschaft und das französische Kulturinstitut angegriffen. Mindestens 13 Menschen sollen getötet worden sein.

Rauch über Ougadougou
AFP

Rauch über Ougadougou


Alarm in Ouagadougou: Unbekannte Bewaffnete haben in der Hauptstadt des westafrikanischen Burkina Faso die französische Botschaft und das französische Kulturinstitut attackiert.

Augenzeugen hatten zuvor von fünf Männern berichtet, die im Zentrum der Stadt aus einem Auto gesprungen seien und das Feuer auf Passanten eröffnet hätten. Dann seien sie Richtung französische Botschaft gestürmt.

Fünf Soldaten seien bei dem Angriff auf den Sitz des Generalstabs der Streitkräfte getötet worden, zwei weitere bei der Botschaft, wie Regierungssprecher Remis Dandjinou am Freitag dem örtlichen Sender "Radio Omega" sagte. Man könne von einem Terroranschlag sprechen, erklärte er. Ob es auch Opfer unter der Zivilbevölkerung gab, blieb zunächst unklar. Zu den Angriffen bekannte sich zunächst niemand.

In dem Krisenstaat hatten Islamisten in der Vergangenheit mehrfach Angriffe und Anschläge verübt. Im vergangenen August wurden 19 Menschen getötet, darunter mehrere Ausländer, als ein Restaurant in Ouagadougou angegriffen wurde. Anfang 2016 waren ein Hotel und das Café Capuccino von Dschihadisten angegriffen worden. Damals wurden 30 Menschen getötet, unter ihnen ebenfalls viele Ausländer. Zu der Tat bekannte sich die Gruppe Al-Qaida im Islamischen Maghreb (Aqmi).

als/höh/AFP/AP/Reuters



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