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Burkina Faso: Ein Diplomat als Übergangspräsident

Seine Ernennung soll nach der Machtübernahme des Militärs für Ruhe in Burkina Faso sorgen: Der Diplomat Michel Kafando wurde in dem westafrikanischen Krisenstaat zum Übergangspräsidenten bestimmt.

Ouagadougou - Rund zwei Wochen nach dem Rücktritt von Langzeitpräsident Blaise Compaoré ist der Diplomat Michel Kafando zum Übergangspräsidenten von Burkina Faso ernannt worden. Das teilte das Wahlkomitee in dem westafrikanischen Krisenstaat mit.

Der 72-Jährige soll einen Regierungschef auswählen und ein Kabinett ernennen. Bei den Wahlen, die für Ende 2015 geplant sind, darf er nicht antreten.

Sein Vorgänger war Ende Oktober unter dem Druck von Massenprotesten zurückgetreten, woraufhin zunächst das Militär die Macht übernommen hatte. Compaoré wollte die Verfassung ändern lassen, um länger an der Macht zu bleiben.

Am Sonntag hatten Vertreter von Streitkräften und Zivilgesellschaft in Ouagadougou eine Übergangscharta unterzeichnet, die als vorläufige Verfassung dienen soll. Kafando hat in Frankreich studiert und war jahrelang Botschafter des Landes.

Nach dem Sturz Compaorés hatte der frühere Vizechef der Präsidentengarde, Isaac Zida, zunächst die Macht übernommen. Als Folge des internationalen Drucks stimmte er dann aber zu, einem zivilen Staatschef Platz zu machen.

als/AFP/dpa/Reuters

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