Burkina Faso General Zida als Regierungschef vereidigt

Im krisengeschüttelten Burkina Faso steht die Übergangsregierung: Staatschef Kafando hat Oberstleutnant Isaac Zida zum Chef der Interimsregierung ernannt. In einem Jahr soll es Neuwahlen geben.

Präsident Kafando (r.) vereidigt Zida (l.) als Regierungschef: Neue Stabilität?
DPA

Präsident Kafando (r.) vereidigt Zida (l.) als Regierungschef: Neue Stabilität?


Ouagadougou - Der bisherige Militärmachthaber Isaac Zida ist zum Übergangsregierungschef von Burkina Faso ernannt worden. Ein entsprechendes Dekret erließ Interimspräsident Michel Kafando. Er hatte zuvor dem Rundfunksender Radio France gesagt, dass die Armee eine wichtige Rolle bei der "Stabilisierung" des Landes spielen müsse.

In Burkina Faso hatte es vor rund drei Wochen einen Umsturz gegeben: Der langjährige Staatschef Blaise Compaoré trat unter dem Druck von Massenprotesten zurück und floh an die Elfenbeinküste. Das Militär übernahm unter Führung von Oberstleutnant Zida die Macht.

Übergangsphase soll 2015 enden

Anschließend einigten sich Vertreter der Streitkräfte und der Zivilgesellschaft auf eine Charta, die eine einjährige Übergangsperiode unter der Führung eines zivilen Präsidenten vorsieht. Die Verhandlungspartner einigten sich zugleich darauf, dass der Übergangsregierungschef aus dem Militär kommen könne.

Erst am Dienstag war der langjährige Diplomat Kafando als Interimspräsident von Burkina Faso vereidigt worden. Der 72-Jährige war mehrere Jahre lang Uno-Botschafter des westafrikanischen Landes. Nach einer einjährigen Übergangsphase sollen im November kommenden Jahres Wahlen stattfinden - Kafando darf dann nicht selbst antreten.

mxw/Reuters/AFP/AP



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