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Burkina Faso: Präsidialgarde setzt gesamte Regierung fest

Interimsregierungschef Zida und Interimspräsident Kafando im November bei der Vereidigung: Am 11. Oktober sollte gewählt werden Zur Großansicht
AFP

Interimsregierungschef Zida und Interimspräsident Kafando im November bei der Vereidigung: Am 11. Oktober sollte gewählt werden

Fast ein Jahr ist die Interimsregierung in Burkina Faso bereits im Amt, doch kurz vor den Neuwahlen versucht das Militär offenbar einen Putsch: Die Präsidialgarde hat das Kabinett festgesetzt. Hunderte demonstrieren gegen die Soldaten.

Soldaten der Präsidentengarde Burkina Fasos (RSP) haben den Präsidenten des Landes und das gesamte Kabinett festgesetzt. Der Präsident des Übergangsparlaments teilte am Mittwoch mit, Militärs hätten eine Kabinettssitzung im Präsidentschaftspalast gestürmt und die gesamte Übergangsregierung von Präsident Michel Kafando sowie Regierungschef Isaac Zida während als Geiseln genommen.

In dem westafrikanischen Land sollten am 11. Oktober Neuwahlen stattfinden. Im vergangenen Jahr war Präsident Blaise Compaoré nach 27 Jahren an der Macht gestürzt worden. Unter dem Druck von Massenprotesten gegen eine Verfassungsänderung, mit der sich Compaoré eine weitere Amtszeit sichern wollte, musste er schließlich zurücktreten. Das Militär übernahm unter Führung von Oberstleutnant Zida die Macht. Anschließend einigten sich Vertreter der Streitkräfte und der Zivilgesellschaft auf eine Charta, die eine einjährige Übergangsperiode unter der Führung eines zivilen Präsidenten vorsieht.

Vor dem Präsidentschaftspalast versammelten sich am Abend Hunderte Demonstranten und warfen der Präsidialgarde einen versuchten Militärputsch vor. Sie riefen "Nieder mit der RSP" und forderten die Freilassung der Geiseln.

Gegen 19 Uhr waren Schüsse zu hören. Nach Informationen von Reuters handelte es sich um Warnschüsse. Daraufhin seien die Demonstranten etwas zurückgewichen, aufgelöst habe sich die Versammlung aber nicht.

Frankreich rief die RSP auf, ihre Geiseln sofort wieder freizulassen. Paris sei besorgt über die Entwicklungen in Ouagadougou, teilte das Außenamt mit.

sun/dpa/AFP/Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
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1.
meroswar 16.09.2015
Und genau das ist der Grund, warum man keine Waffen in Staaten schicken sollte, in der die Regierung keine Kontrolle über das Heer hat.
2. Und dieser Schwachsinn
hevopi 17.09.2015
nennt sich "Demokratie" und wird von uns finanziert.
3. Mord an Thomas Sankara
niko33 18.09.2015
Am 17.9.15 sollten Dokumente veröffentlicht werden, die die Verwicklung von Diendéré in den Mord an Thomas Sankara nachweisen. Es wird vermutet, dass er deswegen diesen Tag für den Putsch gewählt hat.
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