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Machtkampf in Burkina Faso: Putschisten und Armee unterzeichnen Friedensabkommen

Verhandlungen in Burkina Faso: Einigung mit Vermittlung des Königs der Mossi Zur Großansicht
AFP

Verhandlungen in Burkina Faso: Einigung mit Vermittlung des Königs der Mossi

Die Präsidialgarde in Burkina Faso beendet ihren Umsturzversuch. Die Putschisten einigten sich mit der Armee auf einen Fünf-Punkte-Plan. Interimspräsident Michel Kafando soll in sein Amt zurückkehren.

Der Putsch der Präsidialgarde RSP in Burkina Faso ist gescheitert. Nach dem Einmarsch der regulären Armee in die Hauptstadt Ouagadougou haben die Aufständischen eine Vereinbarung mit den Streitkräften getroffen.

Der Fünf-Punkte-Plan sieht unter anderem einen Rückzug der RSP in ihren Stützpunkt Naaba Koom II vor. Ihren Posten in der Hauptstadt sollen sie aufgeben. Im Gegenzug soll die reguläre Armee 50 Kilometer aus Ouagadougou zurückweichen. Sie gab überdies Sicherheitsgarantien für die Putschisten und ihre Angehörigen ab.

Beide Seiten präsentierten ihre Einigung beim König der Mossi, Mogho Naaba. Der Anführer der Mehrheitsethnie in Burkina Faso genießt großes Ansehen in dem westafrikanischen Land.

Der gestürzte Interimspräsident Michel Kafando soll auf seinen Posten zurückkehren. Eine Delegation von vier Staatschefs der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) komme am Mittwoch nach Ouagadougou und werde Kafando "wieder in den Sattel setzen", sagte Putschistenführer Gilbert Diendéré.

Ecowas hatte im nigerianischen Abuja einen Krisengipfel zur Situation in Burkina Faso abgehalten. Dort hatten die Staatschefs die Präsidentengarde aufgefordert, die Waffen niederzulegen.

Diendérés rund 1200 Mann starke Elitetruppe hatte am vergangenen Mittwoch Präsident Kafando und mehrere Regierungsmitglieder festgesetzt. Kafando und zwei Minister waren bereits am Freitag auf internationalen Druck freigelassen worden.

Der Fünf-Punkte-Plan sieht eine Verschiebung der für den 11. Oktober geplanten Präsidentenwahl auf den 22. November vor. Die Wahl gilt als wichtiger Schritt beim Übergang zur Demokratie nach dem Sturz des Langzeitpräsidenten Blaise Compaoré im vergangenen Oktober.

Compaoré musste nach 27 Jahren an der Macht nach Massenprotesten ins Ausland fliehen. Putschistenführer Diendéré ist ein enger Vertrauter des gestürzten Machthabers. Er hat nun erreicht, dass Compaorés Anhänger bei der Wahl im November kandidieren dürfen.

syd/Reuters/AFP

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1. Hallo werte Redakteure von SPON
hugahuga 23.09.2015
schön, dass es zu diesem Thema ein Forum gibt. Scheint allerdings niemanden zu interessieren, denn ich schreibe hier ganz allein. Wäre es nicht wünschenswert, wenn man die nachfolgend genannten Foren länger offen gehalten oder auch offen gehalten hätte, wenn die normal Werktätigen sich auch melden könnten. ich zähle sie nachfolgend auf: , Medienbericht: Russland empört über US-Atomwaffen in Deutschland' Forum auf 1207 - 1506 Uhr geschlossen oder , Russlands Luftwaffe in Syrien: Frontbomber für Assad' Forum auf 1141 - 1632 Uhr geschlossen oder , Ungarns Premier bei der CSU: "Orbán hatte von Anfang an recht" Forum auf 0843 - 1135 Uhr geschlossen Weshalb werden diese Zeiten gewählt? Fürchtet man den Ansturm wütender Foristen? Wurden die Zeiten so kurz gehalten und die Tageszeit absichtlich so gewählt, damit nicht so viel geschrieben werden kann? Oder nehmen gar ganz andere Kräfte von außen Einfluss auf SPON und SPON ist nicht Herr ,im eigenen Laden'? Würde mich - und sicher viele andere - sehr sehr interessieren. Traut Euch und antwortet, damit nicht unterschwellig ein böser Verdacht zurückbleibt. Danke
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