Burma Suu Kyi will sich angeblich für Rohingya einsetzen

Lange schwieg Aung San Suu Kyi zu den Problemen der Rohingya. Jetzt soll Burmas De-facto-Regierungschefin sich für die verfolgte Minderheit ausgesprochen haben - sagt ein US-Senator.

Aung San Suu Kyi
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Aung San Suu Kyi


Militärgewalt, menschliches Leid, fast 400.000 Flüchtlinge: Die Lage der Rohingya in Burma ist dramatisch. Für De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi gab es zuletzt viel Kritik, weil sie zu den Problemen schwieg. Jetzt soll sie der muslimischen Minderheit Unterstützung zugesagt haben.

Nach Angaben des US-Senators Mitch McConnell sagte Suu Kyi, sie wolle sich für humanitäre Hilfe für die Rohingya einsetzen. In einem Telefonat habe sie zugestimmt, dass ein "sofortiger und verbesserter Zugang für humanitäre Hilfe" in die von dem Konflikt betroffene Region "notwendig" sei, sagte der republikanische Mehrheitsführer McConnell. "Und sie hat gesagt, dass sie darauf hinarbeitet."

Die Rohingya gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt. Weite Teile der buddhistischen Mehrheit in Burma betrachten sie als illegale Einwanderer aus Bangladesch, obwohl viele der Rohingya schon seit Generationen in Burma leben. Ein Gesetz aus dem Jahre 1982 erklärte sie offiziell für staatenlos. Die Uno warf Burma wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen die Rohingya und deren Vertreibung zuletzt "ethnische Säuberung" vor.

McConnell warnt vor "unbegründeter Kritik"

US-Senator McConnell gilt als langjähriger Freund Suu Kyis. Der Senator warnte vor "unbegründeter Kritik" an der Friedensnobelpreisträgerin: Suu Kyi habe keine Kontrolle über das mächtige Militär, welches Burma 50 Jahre in seiner Hand hatte. Vergangene Woche hatten US-Senatoren einen Resolutionsentwurf vorgelegt, in dem die Gewalt gegen die Rohingya verurteilt und Suu Kyi zum Handeln aufgefordert wird.

Die "öffentliche Verurteilung" Suu Kyis sei "nicht konstruktiv", sagte McConnell. Die Politikerin sei "die größte Hoffnung für demokratische Reformen" in Burma. Suu Kyi war wegen ihres Einsatzes für Demokratie jahrelang inhaftiert und unter Hausarrest, bevor sich die Militärjunta für demokratische Reformen öffnete.

Video: Vertreibung der Rohingya - "Die Menschen sind verzweifelt"

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Der seit Jahren andauernde Konflikt im Bundesstaat Rakhine war Ende August eskaliert, als Kämpfer der Rohingya-Rebellengruppe Arakan Rohingya Salvation Army (Arsa) eine Serie von Angriffen auf Soldaten und Polizisten begannen und dabei Dutzende Sicherheitskräfte töteten. Das Militär reagierte mit brutaler Gewalt. Hunderte Menschen wurden seitdem getötet, Hunderttausende flüchteten ins benachbarte Bangladesch.

aev/AFP



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