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Burmas Oppositions-Star: Suu Kyi muss dubiose Parteispenden erklären

Sie führt die Opposition in Burma, gilt als Freiheitsikone - doch nun muss sich Aung San Suu Kyi massiven Vorwürfen stellen. Der britischen "Times" zufolge haben die Friedensnobelpreisträgerin und ihre Partei Geld von mutmaßlichen Waffenhändlern erhalten.

Politikerin Aung San Suu Kyi: Spenden aus dunklen Kanälen Zur Großansicht
AFP

Politikerin Aung San Suu Kyi: Spenden aus dunklen Kanälen

Naypyidaw - Eigentlich gilt Aung San Suu Kyi als nahezu unantastbar. Das Idol der Freiheitsbewegung in Burma stand jahrzehntelang unter Hausarrest, setzte den Kampf gegen das Militärregime trotzdem unbeirrt fort. Seit dem vergangenen Jahr ist die Friedensnobelpreisträgerin Mitglied im Parlament des Landes. Doch nun erhebt die britische "Times" Vorwürfe, die so gar nicht zu Suu Kyis blitzsauberem Image passen. Demnach sollen sie und ihre Nationale Liga für Demokratie (NLD) Geld von mutmaßlichen burmesischen Waffenhändlern erhalten haben.

Die Zeitung beruft sich auf Informanten aus der Partei. Diese geben an, dass "Hunderttausende Pfund von Unternehmen der geächteten Bosse" geflossen seien. Dabei handele es sich vor allem um Parteispenden. Unter den freigiebigen Firmenchefs sei auch Tay Za gewesen, der als möglicher Waffenschmuggler gilt.

Laut "Times" räumt Suu Kyi die Zahlungen zu einem gewissen Grad sogar ein. "Diese Leute haben die sozialen Aktivitäten der NLD unterstützt. Was soll daran falsch sein?", zitiert sie das Blatt. "Statt sich sinnlose Dinge zu kaufen, haben sie für einen guten Zweck gespendet. Das ist keine schlechte Sache."

Auf die kolportierten prominenten Namen geht sie nicht ein, sagt aber: "Leute werden auf verschiedene Arten reich. Es muss klar werden, ob diese Menschen durch illegale Aktivitäten ihr Geld gemacht haben."

USA beobachten Geschäftsnetz genau

Besonders bei Tay Za sprechen viele Indizien für eine Verwicklung in dubiose Geschäfte. Botschaftsdepeschen der USA aus dem Jahr 2009 berichten von Gerüchten, laut denen Tay Za "schon lange Waffen aus China nach Burma transportiert". Zu seinem Konzern gehören große Handelsunternehmen, unter anderem eine Fluglinie. Dies habe ihm beim Transport der Waffen geholfen.

Trotz dieser Gerüchte soll Tay Za im Dezember 2012 umgerechnet 50.000 Pfund (60.000 Euro) an die NLD gezahlt haben. Noch mehr ließ laut "Times" Kyaw Win springen - nämlich fast 100.000 Pfund (120.000 Euro). Der Geschäftsmann darf wegen seiner engen Verbindungen zum früheren Militärregime nicht nach Europa einreisen. Auch gegen Tay Za gab es aus diesem Grund international immer wieder Sanktionen.

Suu Kyi steht seit längerem in der Kritik, weil sie sich öffentlich nicht zum Schicksal der unterdrückten muslimischen Minderheit Rohingya äußert. Die Rohingya werden in Burmas Westen immer wieder durch das Militär verfolgt, verhaftet und getötet. "Sie hat nichts für uns gesagt oder getan", klagt Mohammad Islam, Sprecher der Rohingya im Flüchtlingslager Nayapara in Bangladesch über Aung San Suu Kyi. "Zum Problem der Rohingya schweigt sie, wie die meisten Menschen in Burma."

jok

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1. tja
matz-bam 15.01.2013
Zitat von sysopAFPSie führt die Opposition in Burma, gilt als Freiheitsikone - doch nun muss sich Aung San Suu Kyi massiven Vorwürfen stellen. Der britischen "Times" zufolge haben die Friedensnobelpreisträgerin und ihre Partei Geld von mutmaßlichen Waffenhändlern erhalten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/burma-suu-kyi-muss-dubiose-parteispenden-erklaeren-a-877676.html
Da hat sich die Freiheitsikone wohl zu sehr an den Freiheitsbegriff von Gauck und Konsorten angelehnt.
2. Überall dasselbe,
wwwwalter 15.01.2013
wieder mal geht es um die Macht, nicht nur um die Demokratie. Eine neue Elite möchte an die Fleischtöpfe.
3. Geht das wieder los?
hxk 15.01.2013
Zitat von sysopAFPSie führt die Opposition in Burma, gilt als Freiheitsikone - doch nun muss sich Aung San Suu Kyi massiven Vorwürfen stellen. Der britischen "Times" zufolge haben die Friedensnobelpreisträgerin und ihre Partei Geld von mutmaßlichen Waffenhändlern erhalten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/burma-suu-kyi-muss-dubiose-parteispenden-erklaeren-a-877676.html
Und sie selbst fallen immer wieder negativ auf in dem sie z.B. auf ihre buddistischen Nachbarn losgehen, wenn das (arme) Burma sie nicht ausreichend finanziell unterstützt. Merke jeder Reaktion geht eine Aktion voraus.
4. diese
martin-z. 15.01.2013
person war schon immer höchst suspekt, die jetigen enthüllungen überraschen da kaum. sie eben recht machtbesessen und als person generell gerissen. eine der vielen persönlichkeiten, die von der wendehals-presse und den claudia roths dieser welt ohne überprüfung zur heiligen erklärt wurde. genauso war es auch bei nelson mandela, der als kaltblütiger terrorist des anc 1000de in angst und schrecken versetzte und in deutschland trotzdem hochgejubelt wurde.....
5. hätte, hätte Fahrradkette
swingsession 15.01.2013
Sollen, mutmaßlich, etc. Mehr scheint momentan nicht dran zu sein. Kann nicht erkennen, wenn es denn so sein sollte, warum sich burmesische Waffenhändler von amerikanischen Waffenhändlern, die Romney unterstützt haben, unterscheiden. Wenn zwei das Gleiche tun, ist das lange noch nicht das Selbe.
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Fläche: 676.552 km²

Bevölkerung: 51,419 Mio.

Hauptstadt: Naypyidaw

Staats- und Regierungschef: Htin Kyaw

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