Burundi Amtsinhaber Nkurunziza gewinnt Präsidentschaftswahl

Was schon vorher klar war, ist nun amtlich: Amtsinhaber Pierre Nkurunziza hat bei den Wahlen in Burundi 69 Prozent der Stimmen bekommen. Die Opposition hatte die Präsidentschaftswahlen boykottiert - entgegen aller Proteste.

Burundis Präsident Nkurunziza bei der Wahl: Bleibt im Amt
REUTERS

Burundis Präsident Nkurunziza bei der Wahl: Bleibt im Amt


Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Burundi überrascht nicht: Pierre Nkurunziza bleibt Präsident des Krisenstaats. Wie die Wahlkommission mitteilte, entfielen 69 Prozent der Stimmen auf den bisherigen Staatschef.

Nkurunziza ist bereits seit dem Jahr 2005 im Amt. Seine dritte Kandidatur war hochumstritten und löste blutige Proteste in der Hauptstadt Bujumbura aus. Seit Nkurunziza Ende April angekündigt hatte, bei den Wahlen erneut kandidieren zu wollen, was gegen die Verfassung verstößt, kommt das Land nicht mehr zur Ruhe.

Die Opposition hatte die Abstimmung boykottiert, die Wahlbeteiligung in der Hauptstadt blieb Berichten zufolge äußerst gering. In den ländlichen Gebieten habe sie hingegen bei 70 bis 80 Prozent gelegen, teilte die Wahlkommission mit.

Kurz vor der Öffnung der Wahllokale war es in der Nacht zum Dienstag erneut zu blutigen Ausschreitungen gekommen. Polizeiangaben zufolge starben drei Menschen. Augenzeugen berichteten von Explosionen und Granateneinschlägen.

Die Abstimmung musste wegen der Proteste mehrmals verschoben werden. Über 80 Menschen sind seit Ausbruch der Unruhen gestorben, etwa 170.000 sind in die Nachbarländer geflohen.

vek/AFP/Reuters/dpa



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