Ceuta Hunderte Flüchtlinge stürmen spanische Exklave

In der Hoffnung, in die EU zu gelangen, haben offenbar Hunderte Flüchtlinge die spanische Exklave Ceuta in Marokko gestürmt. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Verletzte.

Zaun um die spanische Exklave Ceuta (Archivbild von 2016)
DPA

Zaun um die spanische Exklave Ceuta (Archivbild von 2016)


Immer wieder versuchen Flüchtlinge, den sechs Meter hohen Zaun um die spanische Exklave Ceuta in Marokko zu überwinden. Etwa 400 soll es am Freitagmorgen gelungen sein. Das teilten die Rettungskräfte via Twitter mit. Die Polizei sprach von "Hunderten Flüchtlingen", nach ihren Angaben wurden mehrere Menschen verletzt.

Die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der marokkanischen Mittelmeerküste haben die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. In der Nähe der beiden Gebiete harren Zehntausende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara aus. Sie hoffen auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen. Nach Angaben aus Marokko kamen seit Anfang 2015 immer mehr Flüchtlinge aus Syrien dazu.

Die Grenzanlagen bestehen aus zwei je sechs Meter hohen Zäunen, dazwischen erschwert ein Netz aus Stahlkabeln das Vorankommen. Trotzdem versuchen Flüchtlinge immer wieder, die Grenzen zu überwinden.

REUTERS

Menschenrechtsorganisationen fordern regelmäßig von der Uno und der EU, Druck auf Spanien auszuüben, damit Flüchtlinge einen Asylantrag stellen können. 2016 kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration rund 18.000 Flüchtlinge in Spanien an.

vks/AFP



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