Charité-Ärzte Inhaftierte Timoschenko ist ernsthaft erkrankt

Seit Monaten gibt es Spekulationen über den Gesundheitszustand von Julija Timoschenko - nun haben deutsche Ärzte die ukrainische Ex-Regierungschefin untersucht. Das Ergebnis: Die Politikerin ist schwer erkrankt. Details halten die Charité-Mediziner jedoch unter Verschluss. 

Politikerin Timoschenko: In Haft schwere gesundheitliche Probleme
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Politikerin Timoschenko: In Haft schwere gesundheitliche Probleme


Kiew/Berlin - Wie steht es wirklich um die Gesundheit von Julija Timoschenko? Diese Frage sollte eine Untersuchung durch deutsche Ärzte beantworten. Nun liegt das vorläufige Ergebnis vor. Und es ist beunruhigend: Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin ist nach Angaben der Berliner Charité "ernsthaft krank".

Das habe der Gesundheitscheck der 51-Jährigen durch den Neurologen Karl Max Einhäupl im Straflager ergeben, sagte eine Sprecherin des Universitätsklinikums am Mittwoch. Damit bestätigte sie ukrainische Medienberichte. Weitere Details nannte die Sprecherin aus Gründen der Vertraulichkeit nicht.

Um Timoschenkos Gesundheitszustand tobt seit Monaten ein heftiger Propagandakrieg zwischen Anhängern und Gegnern. Nach Angaben ihrer Tochter leidet die Oppositionsführerin in der Haftanstalt im ostukrainischen Charkow unter anderem an einem Bandscheibenvorfall.

Wann die Diagnose fertig ist, stehe noch nicht fest, sagte die Charité-Sprecherin. Das Ergebnis dürfe aber ohnehin nur veröffentlicht werden, wenn Timoschenko ihre Einwilligung gebe. Die Bundesregierung hatte bei der Entsendung der deutschen Ärzte vermittelt.

Die Symbolfigur der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004 war im Oktober vergangenen Jahres in einem umstrittenen Prozess wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Sie wurde für schuldig befunden, während ihrer Zeit als Ministerpräsidentin ihrem Land beim Abschluss von Gasverträgen mit Russland Schäden in Millionenhöhe zugefügt zu haben. Ihre Tochter sprach im Januar bereits in Berlin, Paris, Straßburg und Kopenhagen vor, um den Westen zu bitten, mehr Druck auf die Ukraine auszuüben. Die EU kritisiert die Inhaftierung Timoschenkos als politisch motiviert.

jok/dpa



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friedenspfeife 22.02.2012
1. Das die Dame ernstlich krank
Zitat von sysopDPASeit Monaten gibt es Spekulationen über den Gesundheitszustand von Julija Timoschenko - nun haben deutsche Ärzte die ukrainische Ex-Regierungschefin untersucht. Das Ergebnis: Die Politikerin ist schwer erkrankt. Details halten die Charité-Mediziner jedoch unter Verschluss. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,816899,00.html
ist weiss doch jeder. Fragt sich nur von welches Koerperteil davon betroffen ist. Ich tippe auf den Hals (den sie nicht voll kriegen kann) und den Kopf (in dem die Raffgier das Gehirn ersetzt hat).
Europa! 22.02.2012
2. Gut, dass die Ärzte da waren
Zitat von sysopDPASeit Monaten gibt es Spekulationen über den Gesundheitszustand von Julija Timoschenko - nun haben deutsche Ärzte die ukrainische Ex-Regierungschefin untersucht. Das Ergebnis: Die Politikerin ist schwer erkrankt. Details halten die Charité-Mediziner jedoch unter Verschluss. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,816899,00.html
Gut, dass die Bundeskanzlerin erreicht hat, dass Timoschenko untersucht werden konnte. Jetzt sollte sie auch behandelt werden. Am besten in Deutschland.
resistor 22.02.2012
3. Halbkrank?
Ernsthaft erkrankt? Warum haben dann andere an der Untersuchung teilnehmende Ärzte aus Kanada und Ukraine zum Schluss gekommen, dass keine besondere Maßnahmen ausserhalb des Gefängniskrankenhauses notwendig sind, kein Eigriff und keine weitere Untersuchung? Also entweder ernsthaft krank oder doch nur Simulation, um nicht unterzugehen?
Nonvaio01 22.02.2012
4. warum?
Zitat von Europa!Gut, dass die Bundeskanzlerin erreicht hat, dass Timoschenko untersucht werden konnte. Jetzt sollte sie auch behandelt werden. Am besten in Deutschland.
was ist der grund dafuer?
BurnOut_Generation 22.02.2012
5. df33
Zitat von Nonvaio01was ist der grund dafuer?
Der Grund ist ganz einfach...hauptsache gegen Russland hetzen...die Bevölkerung ist zwar dagegen(hunderte jahre zusammen gelebt bzw nebeneinander und jetzt soll man sie hassen). Das ist der Grund für die Untersuchung
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