Erste Ausgabe nach dem Attentat Iran verurteilt "Charlie Hebdo"-Cover

Die neue Ausgabe von "Charlie Hebdo" stößt in Iran auf wenig Begeisterung. Eine Sprecherin des Außenamtes bezeichnete die Mohammed-Karikatur auf dem Titelblatt als "provokative Geste und für Muslime verletzend".

Großer Andrang auf die Ausgabe von "Charlie Hebdo": Iran verurteilt den Titel
AFP

Großer Andrang auf die Ausgabe von "Charlie Hebdo": Iran verurteilt den Titel


Teheran - Eine Woche nach dem Attentat ist die neue Ausgabe von "Charlie Hebdo" erschienen. Auf dem Titelbild ist erneut eine Mohammed-Karikatur zu sehen, darüber der Schriftzug "Tout est pardonné" (Alles ist vergeben). Die iranische Regierung hat dieses Cover nun verurteilt. "Das ist eine provokative Geste und für Muslime verletzend", sagte Außenamtssprecherin Marsieh Afcham am Mittwoch in Teheran. Sie sprach von einem Missbrauch der Pressefreiheit, der für Muslime inakzeptabel sei.

Respekt vor religiösen Heiligkeiten sei ein weltweit anerkanntes Prinzip, das auch europäische Staatsmänner akzeptieren sollten, so die Sprecherin des Amtes.

Die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" war in der vergangenen Woche das Ziel eines islamistischen Anschlags mit zwölf Toten. Teheran hat zwar den Terroranschlag auf das islamkritische Satiremagazin verurteilt, genauso aber wie in der Vergangenheit immer wieder die Veröffentlichung von Karikaturen vom islamischen Propheten.

vek/dpa

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