Streit über Giftgaseinsatz Syrien-Krieg spaltet Washington und Moskau

Eine diplomatische Lösung der Syrien-Krise erscheint ferner denn je. Washington will die Rebellen unterstützen, weil sie mutmaßlich mit Giftgas angegriffen wurden. Doch Moskau steht weiter an der Seite von Diktator Assad - man hält die Beweise für einen Chemiewaffeneinsatz für unzureichend.

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Moskau - Die russische Regierung hat bereits am Freitag deutlich gemacht, wie wenig sie den Vorwürfen von US-Präsident Barack Obama glaubt: Dieser hatte erklärt, der syrische Diktator Baschar al-Assad habe Chemiewaffen gegen die Rebellen in seinem Land eingesetzt. Daher werde man die Opposition nun militärisch unterstützen.

Nun legt Moskau nach. Der russische Außenminister Sergej Lawrow forderte am Samstag eine unabhängige Analyse des möglichen Giftgaseinsatzes. Ein solcher Einsatz mache seiner Ansicht nach keinen Sinn. "Das Regime feiert militärische Erfolge am Boden, wie die Opposition selbst offen zugibt. Was für einen Sinn macht es für das Regime, chemische Waffen zu benutzen, vor allem in so kleiner Menge?"

Das Weiße Haus hatte unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse erklärt, syrische Regierungstruppen hätten im vergangenen Jahr mehrmals "in geringem Umfang" Chemiewaffen im Bürgerkrieg eingesetzt. Obama hatte einen solchen Einsatz in der Vergangenheit mehrfach als "rote Linie" bezeichnet.

Washington will deshalb die Rebellen nun auch militärisch unterstützen: Nach einem Bericht der "Washington Post" will die CIA dafür bestehende geheime Stützpunkte in der Türkei und in Jordanien nutzen. Von diesen Basen sei nach Angaben aus US-Regierungskreisen bereits bisher Versorgungsmaterial nach Syrien transportiert worden, nun könnten diese Wege innerhalb weniger Wochen auch für Waffen genutzt werden.

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Syrien-Konflikt: Alltag der Aufständischen
Beim Gipfel der acht großen Industriestaaten (G8) ab Montag in Nordirland will sich Obama mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin verständigen und um dessen Unterstützung werben. So wird er offenbar detaillierte Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen präsentieren.

Doch Moskau lässt bereits jetzt klarstellen, dass es die Beweise für unzureichend hält. Lawrow erklärte am Samstag, es gebe strenge internationale Regeln, wie die Spuren von Giftgas in Blut, Urin und Kleidern nachgewiesen werden müssten. "Es gibt keine Garantie, dass bei den Materialien, die wir von unseren Partnern in den USA und Frankreich erhalten haben, diese Regeln eingehalten wurden."

Somit wird deutlich: Ein diplomatischer Kompromiss zwischen Moskau und Washington erscheint nahezu ausgeschlossen. Amerika will Assads Sturz, Russland stützt ihn.

Putins Regierung steht mit seinen Zweifeln allerdings allein. Frankreich und Großbritannien plädieren im Fall Syrien ebenfalls für Waffenlieferungen. Der britische Premier David Cameron war der erste Regierungschef, der öffentlich über eine Bewaffnung der syrischen Rebellen sprach. Deutschland schließt die Lieferung von Waffen zwar aus. Doch Unterstützung für die russische Haltung kann der Kreml nicht erwarten - die Beziehungen zu Berlin sind so schlecht wie seit langem nicht.

kgp/dpa/AFP

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pennywise_the_clown 15.06.2013
1. hoffentlich
hat Merkel bei diesem Krieg (der kommen wird) soviel Ar*** in der Hose wie damals Schröder. Aber wenn ich an ihre Speichelleckerei bei GWB denke fürchte ich sie würde am liebsten mit wehenden Fahnen mit msrschieren
carolian 15.06.2013
2. Was für ein danebengegangener Titel
Was nie vereint war, kann auch nicht gespaltet werden. Sprache ist nicht nur so dahingesagt, sondern sagt was aus. Traurig, dass das einige Redakteure hier nicht mehr beherrschen.
abc-xyz 15.06.2013
3. Wie die assadistischen Luftwaffe gezielt Zivilisten bombadiert
Ich empfehle diesen Videobeitrag von HRW und publiziert vom Guardian: Syria's air force targeting civilians, says Human Rights Watch - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=1QtQ3TmCM_Y&sns=tw) Er zeigt deutlich, dass die assadistische Luftwaffe gezielt Angriffe gegen Zivilisten macht, inbesondere wo sich diese konzentrieren, also vor Bäckereien oder in Hospitälen. Es wird auch deutlich darauf hingewiesen, dass eine ganzer Reihe von Luftangriffe auf Gebiete statt fand, wo überhaupt keine militärischen Aktivitäten statt fanden.
c++ 15.06.2013
4.
Zitat von pennywise_the_clownhat Merkel bei diesem Krieg (der kommen wird) soviel Ar*** in der Hose wie damals Schröder. Aber wenn ich an ihre Speichelleckerei bei GWB denke fürchte ich sie würde am liebsten mit wehenden Fahnen mit msrschieren
Hoffentlich hat sie mehr Ar*** in der Hose als Schröder, als er Deutschland in einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen Serbien schickte und in einen hoffnungslosen Krieg in Afghanistan verstrickte. Schröder als Vorbild? Lächerlich.
.paco77. 15.06.2013
5.
Wer glaubt Amerika noch.erst haben sie beim Irak Krieg gelogen das Saddam chemiewaffen.dann haben sie gelogen das China sie spionieren obwohl die selber china und die ganze welt spionieren.und jetzt Syrien!und glaubt mir,dort unten in der Region gibt es genügend Waffen!
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