Nachfolger von Bachelet Piñera gewinnt Präsidentschaftswahl in Chile

Der konservative Unternehmer Sebastián Piñera war bereits von 2010 bis 2014 Präsident Chiles. Nun gelang dem Milliardär das Comeback: Er wird das Amt im kommenden März erneut antreten.

Piñera bei der Stimmabgabe in Santiago
AFP

Piñera bei der Stimmabgabe in Santiago


Sebastián Piñera hat die Präsidentschaftswahl in Chile gewonnen. Der 68-jährige Kandidat der Oppositions-Koalition wird damit die Nachfolge der sozialistischen Staatspräsidentin Michelle Bachelet antreten. Piñera kam nach Auszählung von 99,9 Prozent der Stimmen auf 54,6 Prozent, der Mitte-Links-Kandidat Alejandro Guillier auf 45,4 Prozent.

Der Journalist und Soziologe Guillier erkannte seine Niederlage bereits an und gratulierte Piñera zum Wahlsieg. Auch Staatschefin Bachelet wünschte Piñera in einem Telefongespräch Erfolg für seine Präsidentschaft.

Der konservative Unternehmer Piñera war schon von 2010 bis 2014 Präsident Chiles (mehr über das erstaunliche Comeback des tollpatschigen Milliardärs lesen Sie hier). Die erste Wahlrunde am 19. November hatte er bereits für sich entschieden, er musste aber in die Stichwahl. Piñera kam auf 37 Prozent der Stimmen, sein Konkurrent Guillier auf 23 Prozent.

Nun forderte Piñera seinen unterlegenen Rivalen zur Zusammenarbeit auf, um vor allem die ärmsten Bevölkerungsschichten zu schützen. Das Regierungsprogramm Guilliers enthalte sehr gute Vorschläge, sagte er.

Wahlberechtigt waren 14,3 Millionen Chilenen. Die Beteiligung lag bei knapp unter 50 Prozent. Der Amtsantritt des neuen Staatschefs in dem südamerikanischen Land ist für den 11. März 2018 vorgesehen.

aar/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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archivdoktor 18.12.2017
1. Super!
Gut, dass in Chile kein "Sozialist des 21. Jahrhunderts" an die Macht kommt und dieses schöne Land ins Chaos stürzt!
Emderfriese 18.12.2017
2. Wahlbeteiligung
Was doch verblüfft, ist die Beteiligung an der Wahl: Unter 50 %! Da fragt man sich, was eine Mehrheit der Bevölkerung abhält, wählen zu gehen! Es geht schließlich nicht um irgendetwas, es geht um die persönliche Zukunft und auch das Jetzt. Ein Viertel der Bevölkerung hat einen Milliardär zum Präsidenten gewählt! Wie bei Trump sollte doch vorher erkennbar gewesen sein, für wen dieser Mann Politik macht. Ganz bestimmt nicht, um die Verdienstmöglichkeiten der Oberschicht zu begrenzen... wahrscheinlich eben jene 25%.
duke_van_hudde 18.12.2017
3. gute Wahl
Damit ist zumindestens verhindert das Chile den Weg Venezuelas geht. Klar ist er bei weiten nicht so liberal wie sein Bruder José Piñera, aber trotzdem kann sich jeder anschauen was passiert wenn ein Rohstoffreiches Land in Südamerika den Weg des sozialismus geht oder dne Weg von etwas liberaler Wirtschaft. Tja und jeder der nicht Blind ist sollte sehen das es den Menschen in chile deutlich besser geht im Schnitt wie den Menschen in Venezuela.
Drscgk 18.12.2017
4. Wieder so ein "schönes" Beispiel,
wie das das Drama der Eurozone und anderer Zonen, wie den USA, Afrika, Asien, Südamerika, Arabien usw. aussieht. Das weltweite Drama besteht darin, dass überall Marionettenregierungen weltweit so tun, als ob sie regierten, sogar so tun, als ob sie für das Volk regierten. Dabei wird mittlerweile jedem klar, dass die Länder von der nationalen Wirtschaft und in deren alleinigem Interesse regiert werden. Milliardäre, die von 50% der Bevölkerung gewählt werden, wie Piñera, tun so, als ob sie für die ärmsten Schichten tätig werden wollen. Diese Milliardäre regieren immer öfter selbst oder sie regieren Regierungen. Wahlen werden unter solchen Bedingungen immer mehr zu einer Farce.
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