China Abschied von der Ein-Kind-Politik

In China beobachten die Behörden mit Sorge die Überalterung der Gesellschaft - eine Folge der seit den achtziger Jahren geltenden Ein-Kind-Politik. In der südchinesischen Millionenstadt Guangzhou wurde die Regelung jetzt außer Kraft gesetzt.


Peking - Paare mit einem Kind seien dazu aufgefordert worden, ein weiteres Kind zu bekommen, teilten die staatlichen Medien heute mit. Die Regelung gelte für Guangzhou, der Hauptstadt der Provinz Guangdong, wo 7,7 Millionen Einwohner leben. Im Jahr 2010 werden dort Prognosen zufolge etwa eine Million Menschen wohnen, die älter als 60 Jahre sind. Es werde aber nur für 40.000 Plätze in Altersheimen geben.

Neugeborenen-Station in Peking: Seit 1980 gilt in China die Ein-Kind-Politik
AP

Neugeborenen-Station in Peking: Seit 1980 gilt in China die Ein-Kind-Politik

Wenn die Alterung der Bevölkerung so fortschreite wie bisher, könne dies negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Sozialversicherungssystem haben, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus einem Bericht der Behörde für Bevölkerung und Familienplanung.

China ist mit 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt. Um das Wachstum in den Griff zu bekommen, erließen die chinesischen Behörden 1980 strenge Familiengesetze. Demnach dürfen die meisten Paare in Städten nur ein Kind zur Welt bringen.

ler/Reuters



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