Unruheprovinz Xinjiang Tote bei Anschlag in Bahnhof im Westen Chinas

Mit Messern und Sprengsätzen haben Angreifer Wartende im Bahnhof von Urumqi, der Hauptstadt der Provinz Xinjang, attackiert. Dort kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen einheimischen Uiguren und Han-Chinesen.


Xinjiang - Bei einem Angriff in einem Bahnhof der chinesischen Unruheprovinz Xinjiang sind am Mittwoch drei Menschen getötet und 79 weitere verletzt worden. Die Attacke in der Regionalhauptstadt Urumqi erfolgte laut staatlichen chinesischen Medien am Tag eines Besuchs von Präsident Xi Jinping in der Region. Ende Februar hatte es einen ähnlichen Angriff auf einen Bahnhof in Kunming mit 29 Toten gegeben.

Die Angreifer in Urumqi hätten Menschen mit Messern attackiert und Sprengsätze gezündet, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Es gebe vier Schwerverletzte. Die Region Xinjiang im Westen der Volkrepublik China ist die Heimat der Minderheit der Uiguren. Krankenwagen und Polizeifahrzeuge waren im Einsatz. Die Polizei riegelte alle Zugänge zum Bahnhofsplatz ab. Der Zugverkehr wurde ausgesetzt.

In Xinjiang sind die größtenteils muslimischen Uiguren die größte Volksgruppe. Viele von ihnen sehen sich kulturell, sozial und wirtschaftlich benachteiligt und durch die Ansiedlung von Han-Chinesen an den Rand der Gesellschaft gedrängt. In der Region gibt es immer wieder gewaltsame Zwischenfälle. Die Behörden sehen dahinter in der Regel "terroristische Gruppierungen", die für die Unabhängigkeit der Region kämpften.

Präsident Xi sprach sich während seines Besuchs für eine Stärkung des "Anti-Terror-Kampfs" in Xinjiang aus. Zugleich versprach er, dass sich Peking für ein harmonisches Zusammenleben aller ethnischen Gruppen einsetzen werde.

Mehrere schwarzgekleidete Angreifer mit langen Messern hatten am 28. Februar den Bahnhof von Kunming, Hauptstadt der Provinz Yunnan, gestürmt und Jagd auf die dort Wartenden gemacht. 29 Menschen wurden getötet und 143 weitere verletzt. Die Behörden machten Aufständische aus Xinjiang verantwortlich.

mia/afp

insgesamt 3 Beiträge
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Putinfreund 01.05.2014
1. Dort die Islamisten und in Europa die Nazis
Zitat von sysopMit Messern und Sprengsätzen haben Angreifer Wartende im Bahnhof von Urumqi, der Hauptstadt der Provinz Xinjang, attackiert. Dort kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen einheimischen Uiguren und Han-Chinesen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-drei-tote-bei-attacke-auf-bahnhof-a-967095.html
Sie geben keine Ruhe, diese Anführer von extremistischen Gruppierungen. In Asien, dem Nahen Osten und Afrika sind es vorwiegend Gruppen von extrem gewaltbereiten Dchihadisten, die es als ihre Aufgabe ansehen, Andersgläubige auszurotten. Und in Europa sind es die wieder erstarkenden Nazis, die da meinen, andere Volksgruppen unterdrücken oder vertreiben zu müssen. Wie im bekannt gewordenen Fall Jarosch aus der Westukraine, derzeit Parteivorsitzender der neuen Nazi-Partei Rechter Sektor, der selbst zugegeben und damit noch geprahlt hat, im Krieg in Tschetschenien auf Seiten von Alkaida gegen die russischen Truppen gekämpft und 20 gefangen genommene Soldaten ermordet zu haben.
ouighour 01.05.2014
2. Unterdrückung von Minderheiten
Spon lässt zwischen den Zeilen den Eindruck eines Religionskrieges. Denkste, die Han-Chinesen besiedeln die gesamte Provinz (Xinjiang auf deutsch: Neue Grenze) genauso wie auch die "Provinz" Tibet. Das Ziel: die Minderheiten überstimmen und das neue "chineese way of life" instaurieren. Wer sich auflehnt wird eingesperrt und gnadenlos verurteilt.
ne_ex 03.05.2014
3. Rotchina ist nicht China, schon gar nicht die USA !!!
Das Problem liegt nicht an Unterdrückung (gerne betont der Westen immer wieder aber bislang kaum Beweise) oder Nichtunterdrückung sogar Privilegien der Minderheiten. Als die Republik China (1912-1949) das Festland noch regierte, hat die Regierung China in 36 Provinzen einschl. Xinjiang, Tibet und ganz Mongolei (Äußere + Innere Mongolei) aufgegliedert. Alle Volksgruppen konnten sich damit als Bürger der Republik China bekennen, sowie die Vereinigten Staaten von Amerika. Ob weiß oder schwarz, ob Asiate oder Indianer. Sie sind alle Amerikaner. Nachdem 1949 die Kommunisten China die Macht im Festland, unter massiver Hilfe von der Sowjet Union, ergriffen hatten, betreiben sie eine völlig andere Minderheitspolitik. Seitdem werden China in Provinzen und sog. Autonom-Gebiete verwaltet. Das war ein fataler Fehler. Denn die Autonom-Gebiete sind in der Wahrheit nicht autonom sondern werden total von der Zentralregierung kontrolliert. Obwohl die Zentralregierung versucht, für die Minderheiten immer mehr Maßnahmen wie die Ausnahmeregelungen und sogar Privilegien für die Minderheiten einzuführen (z.B. von der 1-Kind Politik ausgenommen, nämlich, sie können so viele Kinder haben wie sie wollen, oder bestimmte Quote für Prüfungen bzw. Aufnahmeprüfungen für die Minderheiten, oder Beibehalten ihrer eigenen Sprache, Kultur und Tradition usw.), gibt es immer wieder Konflikte bzw. Unruhen in diese Regionen. Viele solcher Konflikte und Unruhen werden vom Außen angestiftet, betrieben und gesteuert. Das kommunistische Regime wollte die mit aller Härte, sozusagen "Anti-Terror", bekämpfen. Dies geschieht aber nur im Inneren. Im Außen Fehlanzeige! So bringt das Anti-Terror nur begrenzte Erfolge. Natürlich ist die Volksrepublik derzeit nicht zu Vergleichen mit den U.S.A. die alles daran setzen, die Ursprung und die Herkunft der Terrors und das Terror-Netzwerk oder auch nur mutmaßliche Bedrohung, egal auf welcher Ecke der Welt es sich befindet, beseitigen. Man sieht in Afghanistan, Im Irak, Jemen, etc., ... Ob eines Tages China das ähnliches tun würde, ist fraglich.
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