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Anschlag in Xinjiang: China identifiziert fünf mutmaßliche Attentäter

Polizisten sperren Markt in Ürümqi ab: Sprengsätze töten Dutzende Menschen Zur Großansicht
AP/dpa

Polizisten sperren Markt in Ürümqi ab: Sprengsätze töten Dutzende Menschen

Sprengsätze töteten Dutzende Menschen in der chinesischen Provinz Xinjiang: Nun macht China fünf Männer für die Tat verantwortlich. Vier kamen bei dem Anschlag ums Leben, der fünfte wurde festgenommen.

Peking - Sie fuhren mit zwei Geländewagen auf den Marktplatz, überrollten Menschen und warfen Sprengsätze: Nach dem blutigen Anschlag in der Unruheregion Xinjiang hat die chinesische Polizei nach eigenen Angaben fünf mutmaßliche Attentäter identifiziert. Vier von ihnen seien bei der Attacke am Donnerstag in der Regionalhauptstadt Ürümqi ums Leben gekommen, ein Verdächtiger sei festgenommen worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Demnach haben sich die fünf Ende des Jahres 2013 zusammengeschlossen. Ihre Namen deuteten auf die muslimische Minderheit der Uiguren hin. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, es sei davon auszugehen, dass die Attentäter Unterstützung von "Terroristen-Gruppen" aus dem Ausland erhalten hätten. Zudem dürften die Attentäter durch im Internet verbreitete "religiöse extremistische Propaganda" angestachelt worden sein. Zu dem Anschlag hat sich bislang niemand bekannt.

Die Zahl der Todesopfer ist laut Xinhua von 31 auf 39 gestiegen. Unklar ist, ob die getöteten Attentäter in den bisherigen Opferzahlen mitgerechnet wurden.

Als Reaktion auf den Anschlag kündigte die Regierung von Xinjiang eine einjährige Antiterror-Kampagne in der von muslimischen Uiguren bewohnten Unruheregion Xinjiang an. Gleichzeitig wurden die Polizeikontrollen in Peking verschärft. Nach Ausschreitungen im Jahr 2009 mit rund 200 Toten hatte die Regierung für rund ein Jahr den Zugang zum Internet in Xinjiang blockiert.

Terrorexperten hatten am Donnerstag gewarnt, dass ein zu strenges Vorgehen der Sicherheitsbehörden die Gewalt in der Region weiter befeuern könnte. Das muslimische Turkvolk der Uiguren fühlt sich wirtschaftlich, politisch und kulturell von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik angeschlossen.

Der "schwere Terrorakt", wie ihn chinesische Behörden beschreiben, stieß in China und weltweit auf heftige Empörung. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Anschlag scharf. Es gebe keine Rechtfertigung für die Tötung von Zivilisten.

brk/dpa/Reuters

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insgesamt 9 Beiträge
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1. China ist zu Groß
elhelw 23.05.2014
Was ich mir für uns alle Wünsche ist ein destabilisiertes China das in viele kleine Einzelstaat en zerfällt. Alles andere führt nur zu Krieg und Unterdrückung.
2. Woher kommen denn die Terrorexperten,
humptata 24.05.2014
Zitat von sysopAP/dpaSprengsätze töteten Dutzende Menschen in der chinesischen Provinz Xinjiang: Nun macht China fünf Männer für die Tat verantwortlich. Vier kamen bei dem Anschlag ums Leben, der fünfte wurde festgenommen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-fuenf-mutmassliche-attentaeter-nach-anschlag-identifiziert-a-971403.html
die am Donnerstag davor gewarnt haben, dass ein zu strenges Vorgehen der Sicherheitsbehörden die Gewalt in der Region weiter befeuern könnte?
3. Terrorismus weltweit ächten
ausreisser 24.05.2014
Egal wer, egal wo- Terrorrosmus ist kein Wiederstandskampf! Wer zivile Menschen tötet, Ihre Tötung in Kauf nimmt um Angst &Schrecken fuer politische Motive zu verbreiten ist ein Terrorist der mit allen Mitteln bekaempft werden muss! Wenn diese Gewalttaeter schon mit Messern und Macheten Passanten in anderen Staedten angreifen und Menschen auf der Strasse abschlachten, um auf politische Ziele aufmerksam zu machen, habe ich nur noch das absolute Verstaendniss, dass diese Verbrecher mit Allen Mitteln bekaempft werden!
4. optional
GangolfFreisberg 24.05.2014
Die Uiguren haben mit den Han chinesen nichts zu tun. Wie in Tibet wird die einheimische Bevölkerung von Chinesen unterwandert. Gewalt ist kein Mittel des Protests. Diie uiguren wie die Tibeter werden in nicht allzu langer Zeit nur noch kleine Mindeheiten sein.
5.
hatschon 24.05.2014
Warum sollte China ungeschoren davon kommen . Das ist erst der Anfang in dieser Region . China hat nicht vom Westen gelernt so wie Mao es mal als Ziel ausgab . Im Gegenteil es reagiert noch brutaler als der Westen : siehe Nepal . Gute Nacht und lauft schon in diese Falle der Separatisten .
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